Querbeet-Freizeit

Quackenschloss

Der merkwürdige Name kommt von der Beschaffenheit des Gesteins: Der durchlöcherte, mit Muscheln, Belemniten, Schwämmen und anderen Versteinerungen durchsetzte Fels wurde früher in der Umgebung von Muggendorf «Quacke» genannt.

Die Bezeichnung «Schloss» rührt wahrscheinlich von einer Sage her. Nach der Erzählung soll sich einst ein junger Jäger bei der Verfolgung eines Hirsches plötzlich vor einem prachtvollen Schloss wiedergefunden haben. Zwerge winkten ihn am Eingang in den märchenhaften Saal, der von Edelsteinen nur so glitzerte.

Auf dem Thron saß eine wunderschöne Frau, die ihn zum Bleiben einlud. Der Jäger kam der Bitte gerne nach, doch nach vielen Wochen merkte er, dass ihm der Wald und die Jagd fehlten. Er bat die Feenkönigin um Entlassung aus ihrem Reich.

Mit einem Aufschrei brach sie zusammen, denn sie hatte den jungen Mann als ihren künftigen Gemahl auserkoren. Unter einem mächtigen Donnerschlag sank das Schloss in Trümmern. Der Jäger wurde tot aufgefunden. Noch heute sollen im Quackenschloss die Erdgeister spuken.

Quackenschloss