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Auf den Spuren Stevenson - Mt Eseln in den Cevennen Mai 2018

 

Mai 2018

Mit Esel in den französischen Cevennen wandern, wie es 1878 der schottische Reiseschriftsteller Robert Louis Stevenson mit seiner Eselin Modestine machte, war unsere Idee. Sein Reisebericht verhalf ihm zum literarischem Durchbruch und machte die Cevennen, südlich vom Zentralmassif in Okzitanien gelegen, bekannt. Die Cevennen bieten eine erstaunliche Vielfalt an Landschaftsbildern: Heidelandschaften, Hochebenen und den Mont Lozère. Es ist eine von Generationen von Tierzüchtern und Landwirtengeprägte Gegend. Die Cevennen, das sind: Berge, Wälder, Steppen, Bäche und vom Menschen geschaffene Landschaften wie Almen, Terrassen, Weiden und kleine Dörfer. Zu dieser Jahreszeit und auf dieser Höhe bot uns das Erwachen der Natur einen zweiten Frühling.

Die zweitägige Anfahrt, mit Übernachtung in Dole am Doubs im französischem Jura gelegen, erfolgte bei sommerlichem Wetter. So konnten wir das schöne Städtchen besichtigen und abends im Freien essen.

Zu Zehnt hatten wir vier Esel, die unser Gepäck und Proviant trugen. Marie Ange, die Eselhalterin, wies uns mit allem Wichtigen für die Tour am Abend zuvor ein. Ein Esel trägt das Gepäck von 2-4 Personen, bzw. 30-40 kg. Die Eselpflege ist einfach. Marie Ange bringt uns das Striegeln, Bürsten, Hufe säubern und Sattel auflegen bei.

Nun sind wir, den ersten Tag, an einem sonnigen Morgen „allein“ mit unseren Eseln. Die Eselin „Wopa“ führt immer den Tross an, wobei die Wallach-Esel „Reflet“, „Narcisse“ und „Tonnerre“ hintereinander folgen sollten, was meist auch stimmte.  Bei sehr warmer Temperatur folgte Nachmittags ein Gewitter, das die Esel zum Glück nicht beeindruckte. Diesen anstrengenden Tag und bei Regen beschließen wir bei Nathalie in ihrem liebevoll eingerichteten Gîte und bei einem wunderbar von ihr gekochten Abendessen.

Weiterhin führte uns der Weg auf das Granitplateau des Mont Lozère. Der Mont Lozère ist sichtlich im Winter ein lebhaftes Skigebiet.

Tags darauf wollten wir den höchsten Berg, den Mont Finiels (1699 m) mit Weitsicht bis in die Alpen genießen. Leider war ein längerer Aufenthalt bei starkem Wind in den Wolken nicht möglich. Anschließend erfolgte der Abstieg nach Pont de Montvert. Für einige hundert Meter liegen viele, lose Steine auf dem Weg und es wurde für die Esel und uns sehr schwierig zu laufen. Den Eseln ließen wir Zeit, einen sicheren Tritt und ihr eigenes Tempo zu finden. Pont de Montvert ist ein idyllischer geschichtsträchtiger Ort, geprägt durch die Camisardenkriege im 16. Jahrhundert.

Weiter ging unsere Tour lange durch blühenden Ginster aufwärts. Nun liefen wir auf  Schiefergestein statt vorher auf Granit, was auch die Flora veränderte. Das schöne Wetter ließ uns die wunderbare und abwechslungsreiche Gegend mit Rasten auf Blumenwiesen voll genießen. Am letzten Tag liefen wir, großteils des Tages auf einer alten Bahnlinie. Bemerkenswert waren die Tunnels und die Viadukte, die wir problemlos mit den Eseln passieren konnten. Nach einer ausgedehnten Mittagsrast bei schönem Wetter mussten wir mit den Eseln eine stark befahrene Straße an einer ungünstigen Stelle hinter einer Kurve überqueren. Mit Warnposten gelang es problemlos. Angekommen bei dem Ökobauernhof, wo unsere Tour zu Ende ging, verabschiedeten wir uns, teils schweren Herzens, von unseren Eseln.

Wir haben von Chasserades über Cassagnas bis La Borie ca. 100 km und 1500 hm mit den Eseln gewandert. Der Weg  folgte oft dem 220 km langen GR70 und GR72. Leider war die Beschreibung der Tour nicht immer präzise, Kartenmaterial war nur dürftig und veraltet vorhanden, dabei musste berücksichtigt werden, dass die Esel steile Wege nicht gehen können und Abweichungen von dem bekannten GR70 Fernwanderweg nötig waren. So wurden auch, Querbeet like, Umwege notwendig, zum Glück meist bei schönem Wetter und in schöner Landschaft.

Ein Busunternehmen brachte uns wieder zum Ausgangspunkt der Tour. Im Hotel haben wir bei einem viergängigen gutem Essen die Eseltour beendet. In der Nacht fiel 10 cm Schnee, der auf der Höhe von 1250 m auch liegen blieb. Wilfried und Margit fuhren an diesem Morgen nach Hause.

Die Dagebliebene stellten ihre weitere Aktivitäten voll auf Regenwetter ein. Wir besuchten die Tropfsteinhöhle in Dargilan. Die riesige Höhle, bei 1 km langem Besichtigungsweg und einem Saal von 140 m Höhe beeindruckte aber auch durch die vielen Farben des Gesteins vom Alabasterweiß über viele Rottöne zur Schokoladenfarbe bis schwarz vom Mangan.

Am darauffolgendem Regentag, mit Schirm und Regenausrüstung besichtigten wir Ste Enimie, eines der schönsten Dörfer Frankreich, gelegen in der Schlucht des Tarns. Wir wollten die Gegend gut in Erinnerung behalten, und dachten, dass sie mit Bootsfahrten auf dem Tarn und Wandern am Schluchtenrand bei schönerem Wetter erlebniswerter ist. So brachen wir die Reise zwei Tage früher ab. Die zweitägige Heimfahrt, mit Übernachtung in dem schönen Städtchen Besancon, bestätigte unseren Entschluss …. Es regnete fast auf der ganzen Heimfahrt.

Idee: Reiner       Umsetzung /Organisation und Bericht: Daniel       Bilder: Reiner

 

001 in der Altstadt Dole 1

001 in der Altstadt Dole 1

002 in der Altstadt Dole 2

002 in der Altstadt Dole 2

002a in der Altstadt Dole 3

002a in der Altstadt Dole 3

003 Altstadt mit Stiftskirche Notre-Dame

003 Altstadt mit Stiftskirche Notre-Dame

004 Rhein-Rhône-Kanal 1

004 Rhein-Rhône-Kanal 1

005 Rhein-Rhône-Kanal 2

005 Rhein-Rhône-Kanal 2

006 Millennium-Brunnen Le Doubs et la Loue

006 Millennium-Brunnen Le Doubs et la Loue

007 Louis Pasteur war hier zuhause

007 Louis Pasteur war hier zuhause

008 le Moulin

008 le Moulin

008a Katzenfreundlich

008a Katzenfreundlich

009 Le Puy vor Gewitterregen

009 Le Puy vor Gewitterregen

010 Chasserades

010 Chasserades

011 Kirche in Chasserades

011 Kirche in Chasserades

012 Friedhof in Chasserades

012 Friedhof in Chasserades

013 Katzenglück in Chasserades

013 Katzenglück in Chasserades

014 unsere Esel sind angekommen

014 unsere Esel sind angekommen

015 unsere Vier begutachten uns

015 unsere Vier begutachten uns

015a hier waren wir mit den Eseln unterwegs

015a hier waren wir mit den Eseln unterwegs

016 Marie Ange sagt und gibt uns alles was wir zum Eseltrekking brauchen

016 Marie Ange sagt und gibt uns alles was wir zum Eseltrekking brauchen

017 los geht's

017 los geht's

018 in vorgegebener Reihenfolge

018 in vorgegebener Reihenfolge

019 durch Chasserades

019 durch Chasserades

020 Kamerafrau Gabriele

020 Kamerafrau Gabriele

021 erster Freßstopp

021 erster Freßstopp

022 der Frühling erwacht

022 der Frühling erwacht

023 wie auf Gleisen geht es entlang

023 wie auf Gleisen geht es entlang

024 ein wunderschöner Frühlingstag

024 ein wunderschöner Frühlingstag

025 hier können wir den Frühling nochmals genießen

025 hier können wir den Frühling nochmals genießen

026 Orchideen am Wegesrand

026 Orchideen am Wegesrand

027 ein Stück Asphalt

027 ein Stück Asphalt

028 letzte Winterreste

028 letzte Winterreste

029 Mittagsrast für Mensch und Esel

029 Mittagsrast für Mensch und Esel

030 Narcisse is(st) zufrieden

030 Narcisse is(st) zufrieden

031 Regen ab Mittag

031 Regen ab Mittag

032 ein wenig Löwenzahn beim Gehen ist doch erlaubt

032 ein wenig Löwenzahn beim Gehen ist doch erlaubt

033 Regen, Blitz und Donner stören die Esel nicht

033 Regen, Blitz und Donner stören die Esel nicht

034 nach  zusätzlichen Auf und Ab erreichen wir unsere Gite Les Bonnetes

034 nach  zusätzlichen Auf und Ab erreichen wir unsere Gite Les Bonnetes

034 nicht benötigte Prophilaxe gegen Bettwanzen

034 nicht benötigte Prophilaxe gegen Bettwanzen

035 unser Abendessen wird vorbereitet

035 unser Abendessen wird vorbereitet

036 das Feuer wärmt

036 das Feuer wärmt

037 Esel und wir sind versorgt

037 Esel und wir sind versorgt

038 wer kommt denn da am frühen Morgen

038 wer kommt denn da am frühen Morgen

039 die QB Esel ziehen weiter

039 die QB Esel ziehen weiter

040 durch Bleymard

040 durch Bleymard

040 hinauf bei Nebel auf den Mont Lozere

040 hinauf bei Nebel auf den Mont Lozere

041 was sein muß sein

041 was sein muß sein

042 Farbkleckse im Nebel

042 Farbkleckse im Nebel

042 natürlich auch eine Mittagsrast

042 natürlich auch eine Mittagsrast

043 wir ziehen weiter

043 wir ziehen weiter

045 Le Refuge Nachtquartier  für uns

045 Le Refuge Nachtquartier  für uns

046 Nachtquartier der Esel

046 Nachtquartier der Esel

047 Eselspflege wie üblich

047 Eselspflege wie üblich

048 Abendlicher Gang zur Skikapelle

048 Abendlicher Gang zur Skikapelle

049 nächster Morgen weiterer Aufstieg

049 nächster Morgen weiterer Aufstieg

050 Nebel und wenig Sicht

050 Nebel und wenig Sicht

051 dürftiger Windschutz - der Gipfel fällt flach

051 dürftiger Windschutz - der Gipfel fällt flach

052 Narzissen überall

052 Narzissen überall

052 abwärts wird das Wetter besser

052 abwärts wird das Wetter besser

053 Narcisse genießt und schweigt

053 Narcisse genießt und schweigt

054 Blick in die weite Cevennenlandschaft

054 Blick in die weite Cevennenlandschaft

054 Narcisse trödelt ein wenig

054 Narcisse trödelt ein wenig

055 mit schnellen Spurt schließt er wieder auf

055 mit schnellen Spurt schließt er wieder auf

056 soviel Futter überall

056 soviel Futter überall

057 Rastplatz voraus

057 Rastplatz voraus

058 Abwechslung für die Kühe

058 Abwechslung für die Kühe

058 die Sonne kommt wieder

058 die Sonne kommt wieder

059 da läßt es sich aushalten

059 da läßt es sich aushalten

060 gestärkt ziehen wir weiter

060 gestärkt ziehen wir weiter

061 auf schmalen Pfaden

061 auf schmalen Pfaden

062 Löwenzahn muß sein

062 Löwenzahn muß sein

063 steil hinab durch Ginster

063 steil hinab durch Ginster

064 hinunter nach Le-Pont-de-Monvert

064 hinunter nach Le-Pont-de-Monvert

065 anlehnungsbedürftig

065 anlehnungsbedürftig

065 wir sind da

065 wir sind da

065 über die Brücke

065 über die Brücke

066 Kraftfutter für unsere Esel

066 Kraftfutter für unsere Esel

066 unser Quartier

066 unser Quartier

067 Zentrum für Langlauf

067 Zentrum für Langlauf

068 Blick auf die Ginsterhänge

068 Blick auf die Ginsterhänge

069 hübscher Gast - eine Bachstelze

069 hübscher Gast - eine Bachstelze

070 unser Abendtisch

070 unser Abendtisch

071 unsere Esel warten schon

071 unsere Esel warten schon

072 Bürsten und Striegeln steht an

072 Bürsten und Striegeln steht an

073 und wieder stetig bergan

073 und wieder stetig bergan

074 durch Ginsterfelder

074 durch Ginsterfelder

075 eine gelbe Pracht

075 eine gelbe Pracht

076 Blick hinunter nach Montvert

076 Blick hinunter nach Montvert

077 Plateau-de- Monvert

077 Plateau-de- Monvert

078 überall eiförmige Felsen

078 überall eiförmige Felsen

078a ein perfekter Eselstag

078a ein perfekter Eselstag

078b Rast an exponierter Stelle

078b Rast an exponierter Stelle

078c Narcisse bummelt manchmal

078c Narcisse bummelt manchmal

080 wir ziehen weiter auf dem Plateau

080 wir ziehen weiter auf dem Plateau

081 angenehme Wege - auch Franz macht es Spaß

081 angenehme Wege - auch Franz macht es Spaß

082 Schneereste am Mont Lozere

082 Schneereste am Mont Lozere

083 Daniel eine Einheit mit seinem Esel

083 Daniel eine Einheit mit seinem Esel

084 Gedenkstein mit Narcisse

084 Gedenkstein mit Narcisse

085 wir kommen tiefer - der Frühling ist hier schon weiter