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Chiemgautour (1)

5-tägige Wanderung auf den Höhen rund um das Prientall

21.-25. August 2017

 

Chiemgautour mit Wilfried August 2016

 

Vorbemerkung von Wilfried:

Die Chiemgautour wird auf der Internetseite des Alpenvereins mit 31,5 km und 2750 Höhenmetern als gemütliche Tour mit mittlerem Schwierigkeitsgrad eingestuft, die in 4 Etappen gut zu schaffen ist. Das entspricht auch unserer Erfahrung. Allerdings erfordern die Etappen vom Hochrieshaus zum Spitzsteinhaus und von der Priener Hütte zur Kampenwand eine erhöhte Trittsicherheit und auch ausreichend Kondition. Insbesondere die letzte Etappe sollte als „schwierig“ eingestuft werden. Dies gilt ganz besonders bei schlechter Wetterlage.
Die Tour ist unter ”Alpenvereinsaktiv” gut beschrieben.

Verlauf der Tour (Bericht von Irmtraud):

Wir trafen uns um die Mittagszeit auf dem Parkplatz der Festhalle in Hohenaschau. Von da ging es auf der Schlossbergstraße immer der Ausschilderung „Hofalm“ nach. Nach einem steilen Aufstieg in einem lichten Laubwald erreichten wir o.g. Alm. Hier machten wir unsere erste Rast, da auch Horst und Rosi hier zu uns stießen.
Mit einem prächtigen Blick zum Chiemsee und der gegenüberliegenden Kampenwand machten wir uns auf den Weg zur Hochrieshütte. Auf unserem Weg lag die Riesenhütte (1345m), die derzeit geschlossen ist und mit einem Transparent an „ruhmreiche“ Zeiten erinnert. Bevor wir unsere Beine ausstrecken konnten, galt es noch mal 200 Höhenmeter zu überwinden, da die Hochrieshütte auf 1568 m liegt. Wir wurden mit einem beeindruckenden Alpenpanorama belohnt.

Am nächsten Tag ging es bei schönem Wetter erstmal bergab, dann über Wiesen wieder bergauf Richtung Predigtstuhl. Vom Gipfel aus wanderten wir über einen aussichtsreichen Kammweg zum Klausenberg. Auf einer z. Zt. nicht bewirtschafteten Alm machten wir Rast und genossen die Sonne. Wir sollten die Kräfte brauchen. Über die Feichtenalmwiesen ging es hinauf zum Kamm des Brandelberges. Kurz unterhalb des Gipfels stiegen wir hinab und über felsiges Gelände wieder hinauf, vorbei an der steilen, hohen Felswand des Spitzsteins. Hier hatten schon einige von uns ihre Trinkvorräte aufgebraucht. Nach einem regen Austausch der Wasserflaschen ging es hinunter zum Spitzsteinhaus.

Der dritte Tag begann bei Regenwetter. Nachdem sich alle ausreichend mit Regenkleidung versorgt hatten, machten wir uns an den Abstieg Richtung Sachrang. Die Strecke begann mit einer Rutschpartie. Gleich nach einer Wiesenquerung musste ein stacheldrahtgesicherter Durchgang überwunden werden, dem sich ein abschüssiges Schlammbad anschloss. Nur Geduld und größte Konzentration verhinderte ein unfreiwilliges Bad. Der weitere Weg war aufgeweicht und rutschig, so dass wir mit Pausen den Ort erreichten. Der Wirt machte gerade auf, als wir ankamen, so dass unsere nassen Klamotten erst einmal mal trocknen konnten.
Diese Situation vor Augen beschlossen wir auf dem Fahrweg zur Priener Hütte zu gehen. Hier wurden wir von drei niedlichen Kätzchen begrüßt. Die Wirtsleute machten sich sehr viel Mühe und bereiteten für uns ein kulinarisches Abendessen.

Der vierte Tag begann wie der dritte – nämlich mit Regen. Ein Teil der Gruppe stieg wieder nach Sachrang ab, um von dort über Aschau zur Kampenwand hinauf zu fahren. Wir anderen machten uns auf, die Kampenwand zu Fuß zu erreichen. Zunächst ging es wieder hinauf und von dort im weiten Bogen über die Hänge des Geigelsteins, dessen Gipfel auf 1813 m liegt. Weiter ging es auf der Hochfläche Richtung Roßalm, die uns gerade recht kam. Ein Schnaps wärmte unsere Glieder, so dass es gleich etwas leichter ging. Der Anstieg zum Weitlahnerkopf und der anschließende seil-gesicherte, steile Abstieg verbrauchte einige Kräfte.
Also machten wir auf einer der Dalsenalmen Mittagspause und versorgten uns mit neuen Energien. Nun war der Weg zur Kampenwand nicht mehr weit. Um 15 Uhr wollten wir dort Kaffee trinken.

Allerdings vereitelte eine „Querbeeteinlage“ diesen Wunsch. Elektronische Vorgaben zeigten einen kürzeren Weg auf, den wir auf einem steilen Wiesengelände mit anschließendem Waldstück auch angingen. Elektrische Zäune, fehlende Ausschilderung und matschiges Passagen ließen uns dieses Unterfangen aufgeben. Wir mussten einen guten Teil des bereits gegangen Weges wieder zurück gehen und machten uns dann auf den ausgeschilderten Weg zur Bergstation. Dies bedeutete allerdings noch mal 2 – 3 Stunden aufsteigen, und das bei wieder einsetzendem Regen. Zum Ende hin kam ein Graupelschauer dazu, so dass wir die ganz in der Nähe liegende Sonnenalm nicht ausmachen konnten. Erst unmittelbar davor tauchte sie aus dem Nebel auf. Wir wurden freudig empfangen, da man sich schon Sorgen gemacht hatte.

Nach einem gemütlichen Abend und einem 3-Gängemenue übernachteten wir auf der Sonnenalm um dann entspannt und guter Dinge am nächsten Morgen ins Tal abzusteigen. Das Wetter zeigte sich nach all dem Regen wieder von seiner sonnigen Seite und ließ die beiden nassen Tage verblassen.
Den 12 Teilnehmern wird diese Tour in bester Erinnerung bleiben.

Organisation: Wilfried  Bericht: Irmtraud     Bilder: Irmtraud und Margrit
 

01 Aufbruch zur Hofalm

01 Aufbruch zur Hofalm

02 Hofalm in Sicht

02 Hofalm in Sicht

03 Erste Rast auf der Hofalm

03 Erste Rast auf der Hofalm

04 Erste Rast 2

04 Erste Rast 2

05 Zwei Grünlinge

05 Zwei Grünlinge

06 Jungbauer

06 Jungbauer

07 Riesenhütte geschlossen

07 Riesenhütte geschlossen

08 Chiemsee

08 Chiemsee

09 Ankunft Hochries

09 Ankunft Hochries

10 Ankommerbier

10 Ankommerbier

10 Rast am Klausenberg

10 Rast am Klausenberg

11 Panorama 1

11 Panorama 1

11 Stermdolde

11 Stermdolde

12 Panorama 2

12 Panorama 2

13 Panorama 3

13 Panorama 3

13 zufrieden 2 (1)

13 zufrieden 2 (1)

14 Panorama 4

14 Panorama 4

14 zufrieden 2 (2)

14 zufrieden 2 (2)

15 Startvorbereitungen

15 Startvorbereitungen

16 Aufbruch zum Spitzsteinhaus

16 Aufbruch zum Spitzsteinhaus

17 los gehts zum Spitzsteinhaus

17 los gehts zum Spitzsteinhaus

18 Querungen

18 Querungen

19 Am Grat mit toller Aussicht

19 Am Grat mit toller Aussicht

20 Auf dem Gipfel des Predigtstuhls

20 Auf dem Gipfel des Predigtstuhls

21 Rückblick Hochries

21 Rückblick Hochries

22 Grenzstein - Bayern Österreich Tirol

22 Grenzstein - Bayern Österreich Tirol

23 Ostwand des Spitzsteines

23 Ostwand des Spitzsteines

24 Blumen vor der Priener Hütte

24 Blumen vor der Priener Hütte

25 Gemütliche Priener Hütte

25 Gemütliche Priener Hütte

26 Herz aus Holz

26 Herz aus Holz

27 Nasse Gesellen

27 Nasse Gesellen

28 Regenwetter

28 Regenwetter

29 Sachrang

29 Sachrang

30 Talblick

30 Talblick

31 Aufbruch zur vierten Etappe

31 Aufbruch zur vierten Etappe

32 Abgang

32 Abgang

33 Schnaps auf der Roßalm

33 Schnaps auf der Roßalm

34 Anstrengender Aufstieg

34 Anstrengender Aufstieg

35 Seilakrobaten

35 Seilakrobaten

36  Nebel

36  Nebel

37 Mystische Walderlebnisse

37 Mystische Walderlebnisse

38 Graupelschauer

38 Graupelschauer

39 Un-Wetter

39 Un-Wetter

40 Roter Enzian

40 Roter Enzian

41 Endlich auf der Sonnenalm

41 Endlich auf der Sonnenalm

42 Stillleben

42 Stillleben

43Teufelskralle

43Teufelskralle

44 Sonnenalm

44 Sonnenalm

45 Vorbereitungen

45 Vorbereitungen

46 Steinlingsalm

46 Steinlingsalm

47 Kampenwand

47 Kampenwand

48 Blick zurück

48 Blick zurück

49 Letzte Etappe Richtung Hohenaschau

49 Letzte Etappe Richtung Hohenaschau

50 Ankunft im Tal

50 Ankunft im Tal

51 Zum Abschluss Schönheit am Wege

51 Zum Abschluss Schönheit am Wege