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Wanderung auf dem fränkischen Dünenweg

Teil 1

Tageswanderung mit Udo am 1.11.12

 

Oh, je - der erste Novembertag, der Himmel tiefgrau und sehr feucht. Aber pünktlich bei Beginn der 21 km langen Wanderung wurde es freundlicher und ab Mittag schien auch die Sonne. Für die 17 Querbeetler (einschließlich zwei neuer Gäste) konnten diese Wetterbedingungen für eine Wanderung nicht besser sein.

Der fränkische Dünenweg wurde am 23.9.2012 eröffnet. Schon vorher zeigte Udo großes Interesse an diesen Weg und er beschloss, mehrere Etappen für Querbeet anzubieten. Unsere erste Etappe begann in Röthenbach-Seespitze und endete in Brunn. Bei dem Gedanken an Dünen fallen einem unweigerlich die Dünen an den Nordseeinseln ein. Aber hier sehen sie doch etwas anders aus - sie sind mittlerweile mit Bäumen und Sträuchern bewachsen. Die Dünen im Nürnberger Land sind Zeugen einer längst sehr fernen Vergangenheit. Entstanden während der letzten Eiszeit.

Bei unserer Wanderung kreuzte zunächst der mäandernde Himmelsbach unseren Weg. Ein Bach, geprägt von mehrern Flusschlingen. An einer Stelle rief Apollonia ganz begeistert aus: Kommt her, hier sieht man einen Muster- Mäander. Auf unserem Weiterweg kamen wir in das Pegnitztal. Hier konzentrierten sich große Sandgebiete, die teilweise erkennbar waren an den Sandterassen, die natürlich jetzt bewachsen waren. Aus den Keupersandstein-Gebirgen wurde Sand erodiert, durch die Pegnitz angeschwemmt und als Terassen abgelagert. Solche Gebiete sind bekannt als SandAchse Franken.

An Rückersdorf vorbei erreichten wir Behringersdorf. Vor Behringersdorf erfuhren wir auf einem Hinweisschild, dass an dieser Stelle der Pegnitz ein Flussbad vorhanden war. Behringersdorf ist ein alter Ort, er wurde schon in der jüngsten Hallstattzeit ca. 500 Jahre v. Chr. besiedelt. Die kleine Kirche im Ort - die Maria-Magdalena-Kirche, man sollte es nicht glauben, hat eine bewegte Geschichte erlebt. 1439 baute die Patrizierfamile Schürstab aus Nürnberg die Maria-Magdalena-Kapelle. Später wurde sie an die von Tucher verkauft. Nach mehreren Umbauten und Besitzverhältnissen wurde sie, so wie wir sie heute kennen, im Oktober 1719 in der heutigen Größe eingeweiht.

In Laufamholz stärkten wir uns bei jugoslawischer Küche. Anschließend wanderten wir durch den Lorenzer Reichswald nach Brunn. Der Wald zeigt sich heute als Mischwald. Früher waren Kiefer- Monokulturen an der Tagesordnung. Das bekam ihm schlecht, der Kiefernspanner vernichtete einen Großteil des Kiefernwaldes. Die Gesamtfläche wurde in der Vergangenheit erheblich reduziert, wie z. B. durch Rodung für das Reichspar-teitagsgelände der Nazis, Bau der Autobahn.

Sehr schön war die Wanderung durch den herbstlichen Reichswald. In Brunn angekommen, erreichten wir in letzter Minute den Bus nach Langwasser, die U-Bahn stand bereit und am Nürnberger Bahnhof erreichten wir auch sofort den Zug nach Erlangen. Die Rückfahrt verlief ab wie "am Schnürchen", so die Querbeetler.

Querbeet hatte mal wieder einen ereignisreichen und schönen Wandertag erlebt.

 

Organisation/ Bericht/ Fotos : Udo