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Tageswanderung Udo am 18.November 2012gr

Durch die Eierberge und zum Kloster Banz

Die Wettervorhersagen für den Sonntag waren nicht schlecht. Trockenes aber kühles Wetter, so richtig zum Wandern, vernlasste 21 Querbeetler durch die Eierberge und zum Kloster Banz zu wandern.

Der kleine Ort Nedensdorf am Main war der Ausgangspunkt der etwa 21 km langen Wanderung. Vom Ufer des Mains hatten wir einen Blick auf eine Prallhangstelle. Der Main hat hier den Hang ausgewaschen und man kann sehr schön den Ölschiefer, auch Triemeusel genannt erkennen, mit den einzelnen Schichten des Lias. Die Sage zum Trimeusel erzählt von einem großen Bauerngut, welches Anfang des 17. Jahrhunderts am Ufer stand. Eine unheilvolle Geschichte zwischen Vater und Sohn soll sich dort abge-spielt haben. Das Gehöft wurde gemäß der Sage von den Fluten weggerissen. Ein Zwerg soll auf den Ruinen des ehemaligen Bauernhofes gesessen haben und mit höhnischem Gelächter den nachfolgend geheimnisvollen Spruch von sich gegeben haben: "Trimeusel heiß ich, gar vieles weiß ich, wenn zu mir kommt, wer mir immer frommt".

Unser Weg führt uns zunächst in den Bereich des Tunnelprojektes Eierberge. Dieser hier bereits durchgeschlagene Tunnel hat eine Länge von 3756 Metern und ist der längste Tunnel des Bahn-Projektes Nürnberg-Berlin. An den gewaltig aufgetürmten Abbruchmassen vorbei wanderten wir in die Eierberge. Hierzu gibt es die unterschied-lichsten Erklärungen wie beispielsweise die Form der Berge als Eierform. Aber die Erklärung, dass bei Entrichtung des Forstzins (er bestand z.B. auch aus Eiern) für Brennholz im Forstamt die Holznehmer mit dem Ausdruck "jetzt kommen die von den Eierbergen, mit Sicherheit wahrscheinlicher scheint.

Über Stadel und Steglitz (nach der Überlieferung befand sich früher hier eine Burg und war ein wahres Räubernest) erreichten wir Altenbanz. Frühzeitig hatten sich hier bereits die Kelten angesiedelt. Durch Ausgrabungen entdeckte man eine Wallanlage aus 1700 v. Chr. Dieses Dorf gehört zum sogenannten Banzgau.  Zu Mittag assen wir in dem gemütlichen Gasthaus Geuß. Die Speisen sehr schmackhaft und unfangreich.

Nach der Pause zogen wir gestärkt durch den Banzer Wald zum KLoster Banz. Das Kloster sah in der Vergangenheit sehr bedeutende Gäste wie die Zarin von Russland, die Könige von Bayern und Preußen, den Kaiser Wilhem II, berühmte Gelehrte und Künstler und - Querbeet.

Nach einer kleinen Besichtigung des prachtvollen Inneren des Klosters wanderten wir hinunter zum Main nach Unnersdorf. Bevor der Main verlegt wurde, prallte er oberhalb von Unnerdorf gegen den Hang, wie es vergleichbar am Trimäusl bei Nedensdorf noch gut zu erkennen ist. Nach der Verlegung wurde der Blick freigegeben auf die Gesteins-zusammensetzung und brachte Prachtexemplare von Versteinerungen zu Tage. Beispielhaft ist hier der Ichthyosaurius zu nennen. Dieser Schädel ist in der ganzen wissenschaftlichen Welt bekannt. Nirgends gibt es ein gleichwertiges Exemplar. Die Versteinerungen sind im Museum des Kloster Banz zu sehen.

Im Cafe "Zollhaus" ließen wir uns zum Abschluss der schönen Wanderung mit schmackhaften Kuchen und Kaffee verwöhnen.

Nun hatten wir noch einen kurzen Weg bis zu unserem Ausgangspunkt Nedensdorf.

Organisation Bericht : Udo

Bilder: Ludger