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Fichtelgebirgsdurchquerung
7. und 8. Oktober 2011

Das Fichtelgebirge ist eines der ältesten Gebirge Europas. Es ist der Überrest eines mächtigen Hochgebirges.
Fast alle kennen das Fichtelgebirge, den Ochsenkopf und den Schneeberg. Aber wenn man in 2 Tagen das Fichtelgebirge auf dem Höhenweg “H” (entspricht auch dem Europafernweg Nr.3 ) durchquert, lernt man doch noch einige unbekannte und sehenswürdige Ecken kennen. Gestartet sind wir in Bad Alexandersbad, durch das Felsenlabyrinth führte uns der Weg auf die Kösseine (939m). Obwohl wir bis dahin nur wenige Kilometer unterwegs waren, kamen wir erst mittags dort an. Das Felsenlabyrinth mit seinen mächtigen Felsen, vielen engen Durchlässen und Treppen beeindruckte und brauchte damit seine Zeit. Jede Biegung brachte wieder neue Formationen und Felsen. Auch wer schon mal hier war, war wieder begeistert von diesem ”Felsenpark”. Kurz vor dem Kösseinehaus fing der Regen an, so dass wir statt Rucksackverpflegung uns im warmen und trockenen Gastraum mit einer warmen Suppe oder auch mehr stärkten. Das “schauerige” Regenwetter hielt dann über den Tag an, immer wieder aber unterbrochen von Sonnenblicken, ein recht schneller Wechsel, der immer wieder neue Stimmungen und Eindrücke brachte. Ein echtes Aprilwetter eben. Die Wolken waren meist hoch, so dass wir oft gute (Fern-) Sicht auf die jeweilige Umgebung hatten. Aufgrund der Wettervorhersagen waren wir alle gut gerüstet, so dass das kalte Schauerwetter der Stimmung und Laune keinen Abbruch tat. Wir hatten mit Schlimmeren gerechnet. Weiter ging es erst hinauf auf die Hohe Matze und dann hinab am Girgelfelsen vorbei zum Silberhaus, gerade richtig für die Kaffepause. Der Aufstieg zur Platte an der Rhein-Elbe Wasserscheide stellte einen weiteren Höhepunkt dar. Am Hang liegt das gewaltige Blockmeer aus kantigen Granitplatten. Ziel des 1. Tages war das Unterkunftshaus Seehaus des Fichtelgebirgsvereins (922m) am Seehügel. Die Unterbringung war einfach aber gut. Wir hatten fast alle Betten belegt. Zusätzlich gibt es auch noch Lagerplätze. Obwohl die Hütte fast voll war, war der Service schnell und freundlich.
Am nächsten Morgen sah es nicht gut aus, Nebel, leichter Regen und heftiger Wind wartete auf uns. Das ausgiebige und gute Frühstück war ein vorgezogener Ausgleich. Gut geschützt brachen wir aber trotzdem auf und wanderten hinauf zum Nußhardt dem 3. höchsten Gipfel des Fichtelgebirges (972m). Aufgrund dieser Wetterbedingungen ließen wir den kurzen Gipfelaufstieg ebenso wie den Schneeberg aus, wobei letzterer auch nicht besonders attraktiv ist, auch wenn er der höchste Berg vor Ort ist. Schon von weitem erkennt man ihn sonst an seinem klotzigen Turm der ehemaligen Streitkräfte. Heute steckte er im Nebel. Kurzzeitig kam sogar etwas Schneefall auf. Danach zeigte sich allerdings immer wieder mal die Sonne. Die Schauer waren kräftig aber meist auch kurz. Bald kam auch der Rudolfstein mit den typischen Felsformationen, die an aufgeschichtete Pfannkuchen erinnern, ins Blickfeld. Von da an ging es gleichmäßig hinab nach Weißenstadt und dem gleichnamigen See. Auffällig waren dort die schieferbedeckten Häuser. Am Seeufer entlang erreichten wir auch unser Mittagsziel den Seestern. Die Querbeettafel war schon gedeckt und das Essen vorbestellt. Der Service war schnell freundlich und gut. Besonders erwähnenswert war die Weißenstädter Seeforelle - frisch und groß. Weiter am See entlang und dann gleichmäßig ansteigend machten wir uns auf den Weg zum großen Waldstein (877m) mit einer sehr mächtigen Felswand und Felsformationen, auf der die Reste der einst großen Veste (14. Jahrhundert) thronen.
Im Waldsteinhaus war für Querbeet schon reserviert. Da Samstag war und auch eine direkte Zufahrt möglich ist, war das Waldsteinhaus trotz des regnerischen Wetters gut besucht. Nach dieser letzten Stärkung, wollten wir noch an der Sächsischen Saalequelle vorbei, entschieden uns wegen eines Regenschauers aber direkt nach Zell abzusteigen. In einer guten halben Stunde erreicht wir unser Endziel der 2-tägigen Wanderung. In Zell einem ruhigen Ort, in dem die Zeit stillzustehen schien, warteten wir wir auf den Sonderbus der empfehlenswerten Fa. Biersack die uns zu einem günstigen Preis wieder zu unseren Autos in Bad Alexandersbad brachte.
Alle waren trotz des nicht allzu idealen Wetters vom Fichtelgebirge angetan und wollen wiederkommen.
Tourdaten: 21 Teilnehmer, ca 38 Km und ca. 1400 Hm
Organisation, Bilder und Bericht: Reiner
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