Querbeet-Freizeitgruppe DAV Sektion Erlangen

 

Frühblüher

Frühlingswanderung in der Fränkischen Schweiz am 29. März 2015

Frühlingsblumenwanderung mit Hannes am 29.3.15

18 Querbeetler ließen sich vom Schönwetterfenster am 28.3. einfangen und schauten bei frischem Wind nach den Frühblühern im Aufseßtal. Es ging von Wüstenstein nach Draisendorf und über dem Tal nach Aufseß, dann nach Heckenhof zum Kathibräu, hinunter ins Tal nach Draisendorf und über den Glockenfels zurück nach Wüstenstein. Weglänge 18 km, Anstiege 440 Meter, Dauer 6 Stunden einschließlich 1½ Stunden Pausen.

Zu Anfang gingen wir in Wüstenstein an Kirche und Schloss (privat) vorbei mit Blick hinunter ins Tal. Ein Haus zeigt von den ehemaligen Schlossherren ein Wappen mit Ritterhelm und einem Pferd, das eine Gans am Kragen fasst – der Sinn war leider nicht zu ergründen. Die Bewohnerin des Hauses erzählte uns etwas über die Geschichte des Schlosses, das auch mal als Schulhaus diente. Das Aufseßtal zwischen Wüstenstein und Draisendorf hat keine Straße und wir hatten Ruhe und Muse, die ersten Märzenbecher zu fotografieren. Oberhalb von Draisendorf liegt das kleine Schutzgebiet für Märzenbecher auf der Sonneseite und die Blumen hatten schon angefangen zu verblühen. Auf den verschlungenen Wegen nach Aufseß fanden wir noch verstreut Leberblümchen und Seidelbast, schauten noch in die Lehranstalt für Fischzucht und auf die Burg.

Dann ging‘s eiligen Schrittes hinauf zur Kathibräu, um noch vor dem wegen des schönen Wetters vermuteten Besuchersturm einzutreffen – dem war aber nicht so und wir hatten reichlich Platz. Das dunkle Bier war wieder ein Genuss aber die Schinkenbrot-Esser hatten Mühe mit dicken, keilförmigen Brotscheiben und stumpfen Messern.

Der Weiterweg führte an kahlen Äckern vorbei – Blumen gabs erst wieder unten im Tal. Kurz vor Draisendorf waren Waldflecken abgeholzt und Felsen freigelegt. Leberblümchen hatten in ganzen Nestern wohl auf auf Licht gewartet und leuchteten in der Sonne. Die Talhänge bis Draisendorf waren mit Märzenbechern übersät.  Auf dem Weiterweg nach Wüstenstein – dieselbe Strecke wie herwärts – fanden sich noch Buschwindröschen, die vormittags noch nicht zu sehen waren. Beim Abstecher hinauf zum Glockenfelsen fanden sich auch noch einige Küchenschellen in voller Blüte.

Das Gasthaus in Wüstenstein hätte erst eine Stunde nach unserem Eintreffen geöffnet und so verlegten wir die Klaffee-und-Kuchen-Einkehr kurzer Hand nach Veilbronn zu einem gemütlichen Ausklang. Der Wirt vom Lahner erzählte uns noch einiges über die Geschichte des Ortes, das sogar ein Wasserschloss hatte. So war dieser Tag gut ausgefüllt.

Organisation und: Bericht Hannes  –  Bilder:  Reiner