QUERBEET AKTIV

  QUERBEET BEWEGT

                                                                                    QUERBEET FREIZEIT

 

 

 

 Pilgerwanderung Nürnberg Ulm

die  letzten beiden Etappen von Giengen über Nerenstetten nach Ulm

am 28. und 29. März 2013

Pilgerwanderung Giengen nach Uln 2013

Wie in den letzten Jahren wanderten wir dieses Jahr wieder auf dem Pilgerweg von Nürnberg nach Ulm. Diesmal standen die letzten beiden Tagesetappen auf dem Programm, Gründonnerstag und Karfreitag. Ostern verbindet man normalerweise mit den beginnenden Frühling. Aber davon war wenig zu sehen und zu spüren. Der Winter hat uns dieses Jahr fest im Griff.  Schon auf der Fahrt von Erlangen nach Giengen, dem Endpunkt der letztjährigen Etappe  tauchten wir bald in eine tiefwinterliche Landschaft ein. Südlich von Ansbach war alles frisch verschneit – feinster Pulverschnee.

Auf die Kälte waren wir vorbereitet, aber an Schnee hatten wir nicht so recht gedacht. Die winterliche Stimmung wurde durch kurze Schneeschauer am Nachmittag noch verstärkt. Kurz vor unserem Tagesziel in Nerenstetten mischte sich allerdings auch noch etwas Regen darunter.

Ein Zwischenziel  war Stetten ob Lontal mit seiner prunkvollen Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt. Das Schloss daneben war nur von außen zu besichtigen.

Ursprünglich hatten wir am Donnerstag  tagsüber Rucksackverpflegung geplant, aber so zogen wir es vor im Schlössle Lindenau einem ehemaligen Kloster eine Mittagsrast einzulegen. Lindenau stellte sich als ein besonderer Ort heraus. Nicht nur die Tiere wie Esel und Lamas und Pferde fielen auf sondern Lindenau ist ein Zentrum und Informationsstelle für Steinzeitfunde im Lonetal. So gilt der Löwenmensch mit dem Alter von rund 32.000 Jahren als eine der ältesten Menschendarstellungen der Welt. Eine Nachbildung steht vor dem Lokal.

Aber nicht nur diese Besonderheiten lohnten einen Stopp  an diesem Ort,  Service und Essen verdienen ein besonderes Lob. Eine schmackhafte Küche, große Portionen zu günstigen Preisen gehören dazu. Auch der Birnenkuchen war besonders lecker und ist empfehlenswert.

Im kleinen Ort Nerenstetten übernachteten wir im Landgasthof Adler und belegten dort alle Betten. Von außen wirkt der Gasthof etwas unscheinbar, aber die Zimmer waren alle frisch renoviert und die Verpflegung war gediegen und gut. Das Frühstück war außergewöhnlich  reichhaltig mit viel Obst. Selbst frische Ananas war dabei.

Nerenstetten - eine evangelische Enklave - besitzt eine kleine aber hübsche Kirche, deren Besuch sich lohnt. Für uns wurde die Kirche extra aufgeschlossen. Viele Häuser waren mit weißen Papierrosen versehenen Bäumen geschmückt – ein Zeichen dass hier Konfirmanden wohnen.

Am Morgen starteten wir schon früh um halb acht. Wir hatten noch ein umfangreiches Programm und der Tag präsentierte sich von seiner besten Seite – blauer Himmel und Sonnenschein der bis zum späten Nachmittag anhalten sollte. Der herrliche „Wintermorgen“ sorgte für beste Laune. Durch Wälder und freie Landschaften wanderten wir über Osterstetten nach Albeck mit seiner St. Jakobuskirche und einem alten Schloss. Während wir vor der Kirche in der Sonne eine kurze Rast einlegten kam jemand der uns die Kirche aufschloss. Auch das ehemalige Schloss auf der Höhe am Ortsausgang lohnte einen Blick von außen.

Unterwegs schreckten wir anscheinend immer wieder Hasen und Rehe auf. Oberhalb von Elchingen konnte man schon im Dunst Ulm mit seinem Münster vage erkennen.  Bald war unser Mittagsziel die Krone in Elchingen erreicht. Die Gaststätte ist zwar seit einiger Zeit geschlossen öffnete aber für uns extra. Das Essen wurde voraus bestellt. Es war hervorragend, seien  es die diversen Fischgerichte, die Käsespätzle oder die Gemüseplatte, alles schmeckte ausgezeichnet. So ließen wir uns etwas Zeit, genossen unser Mittagessen und entschlossen uns die letzte Teiletappe mit der Lokalbahn zurückzulegen. Damit hatten wir für Ulm den Abschluss unserer Wanderung mehr Zeit. Ansonsten wäre der Besuch von Ulm etwas stressig geworden da unser Zug bereits um 18 Uhr wieder nach Erlangen ging.

So hatten wir Zeit für einen ausführlichen Besuch des Ulmer Münsters, ein ehrenamtlicher Führer erzählte uns Wissenswertes über die Kirche. Der Turm, der höchste Kirchturm der Welt, war leider aufgrund der Wetterlage gesperrt, da er im oberen Teil dem Wetter und damit Schnee und Eis ausgesetzt ist. Danach folgte ein Rundgang  am Rathaus und der neuen Bibliothek in Pyramidenform vorbei durch den schiefen Turm zur begehbaren Stadtmauer an der Donau. Höhepunkt war dann das malerischer Fischerviertel mit seinen verwinkelten Gassen und herrlichen Fachwerkhäusern. Besonders auffällig in Ulm ist die Kombination zwischen alt und neu in der Stadt.

Nach einer Kaffeepause ließen wir uns noch etwas durch die Altstadt treiben bevor die Bahn uns  über Aalen und Nürnberg wieder zurück brachte. Es war trotz der winterlichen Randbedingungen ein angenehmer und schöner Abschluss an dem alle Teilnehmer ihren Anteil hatten

Damit ist unsere Pilgertour nach Ulm abgeschlossen und endet hier.

Diesmal waren wir 24 Wanderer und ca. 40 km unterwegs. Insgesamt haben wir  230 km zurückgelegt. Bis nach Santiago de Compostela  sind es dann nur noch ca. 2170 Kilometer…..

 

Organisation/Bericht und Bilder: Reiner