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Große Allgäuer Runde mit Heilbronner Höhenweg
Grenzenlos Wandern Nr. 7 11.-16. Juli 2010

Seit Beginn von Querbeet wandern wir einmal im Jahr im Grenzgebiet Deutschlands zu Österreich. Begonnen haben wir diese Tradition im Chiemgau. So haben wir uns über die Jahre bis zum Allgäu “vorgearbeitet”. Wie bereits die vorangegangenen Touren hat auch dieses Jahr Jürgen die Wanderung ausgearbeitet und ausgezeichnet vorbereitet. Leider konnte er die große Allgäuer Runde nicht selbst durchführen. Dies war um so mehr schade da wir heuer ungewöhnlich gute Wetterbedingungen hatten, eine Woche lang tagsüber keinen Regentropfen und dass im Allgäu. Die Sonne meinte es recht gut mit uns, manchmal allerdings etwas zu gut.
Die Runde führte uns von Oberstdorf auf die Kemptener Hütte. Am nächsten Tag stand bereits die Königsetappe an , der Heilbronner Höhenweg. Es lag zwar noch relativ viel Schnee, aber der Weg war bis auf einige kleine Passagen sehr gut zu gehen und bot herrliche Bergblicke. Drei von uns machten sich noch auf den Gipfel des Hochen Lichtes (2651m). Tagesziel war die angenehme Rappenseehütte. Diese lockte mit einem kühlen Weizen. Der 19 Grad warme Rappensee lud zum Bad und viele neugierige Murmeltiere tummelten sich im Gelände. Das angekündigte Wärmegewitter entlud sich erst am Abend. Der nächste Morgen brachte ein auf und ab durch Latschenwälder, vorbei am Biberkopf und am südlichsten Punkt Deutschlands zur privaten Widdersteinhütte, bei der es zwar Wassermangel gab, aber für gutes Essen und Getränke ausreichend gesorgt war. Katzenwäsche war angesagt. Bei herrlicher Stimmung ging der Abend zu Ende; selbst der Steinbock zeigte sich noch am Berggrat. Am frühen Morgen stiegen die gleichen Drei auf den Widderstein während die anderen geruhsam in Richtung Baad aufbrachen. Es ging fast 1000 hinab durch das Bärgundtal und an wunderschöne Blumenwiesen vorbei in die “Zivilisation”. Nach einer Mittagseinkehr ging es bei 30 Grad wieder steil hinauf über das Stazljoch zur Schwarzwasserhütte. Dort trafen wir eine Gruppe der Wandergruppe der Sektion Erlangen. Bei warmer Abendsonne konnten wir die Aussicht auf den Hohen Ifen geniessen, der am folgenden tag unser Ziel sein sollte. Am nächsten Morgen wachten wir bei dichten Nebel auf, der sich zwar etwas lichtete, aber den Ifen verhüllte. So stiegen wir mit wenig Sicht auf, der Weg selbst war jedoch trocken und gut begehbar, auch wenn man hin und wieder die Hand anlegen musste. Die Abhänge sind jedoch ziemlich steil und geboten Vorsicht. Am Gipfel kam die Sonne mit ihren wärmenden Strahlen etwas durch und machte die Mittagsrast angenehm. Das etwa 9 qkm umfassende Gottesackerplateau bekamen wir jedoch nicht zu Gesicht. Hinunter ging es dann nach Hirschegg und Mittelberg. Hier riss der Nebel in kürzester Zeit auf. Im empfehlenswerten Gasthof mit Blick auf die Berge des Mindelheimer Klettersteiges und ausgezeichnetem Essen beendeten wir unsere Wanderung. Am nächsten Morgen ging es mit dem Bus unseres Quartiers nach Oberstdorf und dort mit dem Zug zurück nach Erlangen. Nochmals Dank an Jürgen. Bei jeden Enzian haben wir seiner gedacht. Nächstes Jahr geht es weiter zur nächsten Etappe mit Ziel Bregenzer Wald und dann wieder mit Jürgen!
Planung und Organisation: Jürgen Durchführung: Reiner Bilder und Bericht: Reiner
Insgesamt ca. 60 Km und 4000 Hm
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