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Halbtagestageswanderung zum Haidberg bei Heroldsberg

am 31.10.2014

Dinos am Haidberg

Bei herrlichsten Herbstwetter trafen sich 18 Querbeetler zu einer heimatkundlichen Halbtageswanderung in Heroldsberg.

Vom Tuspo-Sportplatz ging es in den Reichswald, wo nach wenigen 100 Meter eine Steinkreuz-Gruppe steht. Sie erinnert daran dass hier im Jahre 1587 die jahrelangen Auseinandersetzungen zwischen dem Markgrafen von Ansbach-Bayreuth und der Reichsstadt Nürnberg wegen der Ausübung des Vogelfanges im Reichswald einen blutigen Höhepunkt erreichten. Der Nürnberger Reiterhauptmann Essaias von Fers und einer der vier Knechte, Sebastian Öfelein wurden beim Zusammentreffen mit der schwerbewaffneten Rotte, die vom markgräflichen Amtmann zu Baiersdorf, Hans Berthold von Rosenau angeführt wurde, kaltbütig erschossen. Fers und Öfelein wurden in einem gemeinsamen Grab auf dem Johannisfriedhof in Nürnberg beigesetzt. Von den Mördern konnte nur einer gefasst werden, er wurde nach kurzem Prozess in Nürnberg mit dem Schwert hingerichtet.

Auf herrlichen Forstwegen ging es dann hinauf zum Buchenbühl (371 m hoch). Am Rande einer Schlucht, wo früher Ton für eine Ziegelei in Nürnberg-Ziegelstein abgebaut wurde, steht seit einigen Monaten eine Informationstafel. Hier fand im Jahre 1834 der Nürnberger Chemieprofessor Friedrich Engelhart Knochen von einem Plateosaurus, der vor etwa 210 Millionen Jahren lebte. Teile davon sind im Naturhistorischen Museum in Nürnberg zu sehen.

Beeindruckend waren auch die vielen alten Bäume, teilweise hoch mit Efeu bewachsen.

Über die B2 ging die Wanderung weiter zum Haidberg und zum Haidbrünnlein. 1969 wurde die Quelle neu gefasst, aus dem Rohr kommt momentan nur wenig Wasser. Auf dem Haidberg-Höhenweg ging es dann zu einer Forstrevier-Grenzsäule. Um 1840 wurde vom Königreich Bayern hier das Land und auch die Wälder vermessen. Hier stoßen die drei Forstreviere Geschaidt, Kraftshof und Erlenstegen zusammen.

Gemütlich ging es dann bergab nach Heroldsberg, wo im Cafe des Kalchreuther Bäckers ein kleiner Ausklang erfolgte.

Die Wegstrecke betrug etwa 9 km, die Gehzeit knapp 3 Stunden, die Leitung hatte Ernst Bayerlein.

Alle Teilnehmer waren sich einig, dass unsere nähere Heimat immer eine Wanderung wert ist.

Organisation/ Bericht: Ernst       Bilder: Reiner