Querbeet-Freizeitgruppe DAV Sektion Erlangen

 

Eine hochkönigliche hochalpine Rundwanderung

 im Salzburger Land

Hochkönig

und Eisriesenwelt Werfen

Hochkönigtour mit Reiner August2015

In den meisten Wanderführern wird die Besteigung des Hochkönigs entweder von Werfen (Dielalm) oder vom Arthurhaus beschrieben. Um aber nicht den gleichen Weg hin und zurück zu gehen und um unterschiedliche Eindrücke zu bekommen, sollte man bei genügend Zeit eine Rundtour machen. Zu empfehlen ist der Aufstieg über die Dielalm um dann weiter zur Ostpreussenhütte (DAV-Hütte) aufzusteigen (ca. 1200 Hm), dort zu übernachten um am nächsten Tag den Hochkönig anzugehen. Von der Ostpreussenhütte sind es bei guten Bedingungen – und die sollten herrschen – 5 Stunden reine  Gehzeit und weitere ca. 1400 Hm Aufstieg. Da auch der Abstieg dann zur Mitterfeldalm auch wieder ca. 4 ½ Stunden reine Gehzeit bedarf, ist es empfehlenswert auch auf dem Matrashaus - eine Schutzhütte des Östereichischen Touristenklubs zu übernachten. Dies gilt insbesondere wenn die Wetteraussichten nicht stabil sind, da wie in unseren Fall bei anfänglichem Schneefall und Nebel sich die Gehzeit erheblich verlängerte. Die Querung von der Mitterfeldalm zurück nach Werfen bedarf einiger Aufmerksamkeit, da es kein durchgängiger/markierter Weg ist. Es geht über das Jagdhaus Hölln, über Oberschwabegg nach Imlau zum Landgasthof Reitsamerhof und von dort entlang der Salzach ins Zentrum von Werfen.

Besonders gut hat uns die Ostpreussenhütte gefallen, ihr Flair und Charme, die Verpflegung  aber auch das Hüttenpersonal insbesondere Babsi die freundliche und nette Hüttenwirtin. Eine empfehlenswerte Bleibe.

Auf dem Matrashaus geht es etwas mit mehr Drill zu. Der Hüttenwirt führt ein klares Regiment. Er wirkt zwar im ersten Moment etwas verschlossen, aber das legte sich und zeigte sich auch hilfsbereit. Enttäuschend war allerdings das dürftige Frühstück - nur Süßes, kein Käse oder Wurst. Auch Kuchen den ich gerne nachmittags zum Kaffee habe gab es nicht – außer Mannaschnitten. Etwas verständlich ist es natürlich schon, da die Hütte ganz oben steht und auch die Versorgung aufwendiger ist – auch Wasser ist natürlich Mangelware. Hier bleibt man in der Regel ja auch nur einen Tag bez. eine Nacht. Geschlafen haben fast alle von uns wegen der Höhe recht schlecht. Die Hütte ist zwar keine Alpenvereinshütte, aber AV-Mitglieder erhalten eine Ermäßigung.

Die mit Liebe renovierte Mitterfeldalm erzeugt sofort Urlaubscharakter. Hier könnte man einige Tage verbringen. Auch  wurden wir bestens versorgt. Hervorhebenswert war der  delikate Topfenstrudel aber auch der frische Schweinebraten.

Erwähnenswert ist besonders noch dass  diese doch recht anspruchsvolle 4-tägige Rundtour - trotz recht unterschiedlicher Leistungsstärken - reibungslos und ohne Probleme absolviert wurde, da alle aufeinander Rücksicht genommen haben  und die Gruppe geschlossen gewandert ist. Dank besonders an Karl und Klaus, die mit geschaut haben das alle - insbesondere an dem wetterbedingten schwierigeren Abstieg – immer beieinander blieben und keiner vom teilweise kaum ersichtlichen Weg abkamen.

Den freien Nachmittag am letzten Tag nutzten wir dann um die eindrucksvolle Eishöhlenwelt in Werfen zu erkunden. Insgesamt über 3 Stunden sind für dieses Vorhaben einzuplanen (Infos zum Besuch der Höhle). Diese größte bekannte begehbare Eishöhle der Welt ist in jeden Fall sehenswert. Immerhin kommen während der Saison jedes Jahr über 160000 Besucher.

 

Mit diesen vielfältigen Eindrücken gingen vier harmonische und ausgefüllte Tage zu Ende. Ohne Stau auf den Straßen kamen wir auch wieder flott  zurück.

 Organisation/ Bilder und Bericht: Reiner

Bilder von der Höhle (dort darf nicht fotografiert werden) sind von der Homepage der Höhle. Sie dürfen dort – soweit nicht kommerziell genutzt – heruntergeladen werden.

Tourdaten: 33,60 Km  2600 Hm

         (Bis auf Karl und Klaus haben sich sich die anderen die ersten 600 Hm Aufstieg zur Dielalm erspart ;-) )