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Am Sonntag, dem 1. 8.2010 trafen sich um 5:11 Uhr am Nürnberger Bahnhof neun Querbeetler, um mit dem Zug nach Innichen in Italien zu fahren. Bereits um 13:00 Uhr begannen wir die Wanderung auf dem Karnischen Höhenweg.
Der Karnische Höhenweg oder "Friedensweg" führt entlang der gesamten Kar-nischen Alpen. Er verläuft an der Grenze zwischen Österreich und Italien mit teils sehr langen Tagesetappen. Landschaftlich sehr abwechslungsreich mit spektakulären Tiefblicken.
Wir wanderten vom Helm bis zum Naßfeld in 8 Tagen. Dabei legten wir eine Strecke von ca. 110 km zurück mit insgesamt ca. 4300 Höhenmeter.
Der etwas längere Abschnitt östlich des Plöckenpasses bietet eine sanfte Berg-landschaft mit weitflächigen Almwiesen und leichten Wanderbergen. Westlich des Pläckenpasses erstreckt sich der alpinistisch interessantere Teil entlang der höchsten Gipfel des Karnischen Kammes zwischen Höhen von 2400 m bis 2700 m. Der alpine Weitwanderweg führt durch ein landschaftlich überaus schönes und abwechslungsreiches Gebiet. Die Vielfalt an Bergformen beruht auf dem komplexen geologischen Aufbau der Karnischen Alpen. Ebenso vielfältig wie die Beschaffenheit der Gesteinsarten ist aber auch die alpine Tier- und Pflanzenwelt.
Im ersten Weltkrieg waren die Karnischen Alpen ein hart umkämpftes Gebiet. Zahlreiche Steiganlagen, weitverzeigte Schützengräben, Überreste alter Stellungen, zu Bunkern ausgehöhlte Felskavernen und Soldatenfriedhöfe erinnern an die schrecklichen Zeiten zwischen 1915 und 1918. Damals mussten tausenden Männer im Sommer und Winter in Höhen zwischen 200 und 2700 m ausharren, große Mengen an Munition und Waffen hinaufbefördern und bei widrigsten Bedingungen in notdürftigen Unterkünften hausen.
Organisation und Bericht: Udo
Fotos: Klaus Horst und Udo
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