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Lahnradtour
von der Quelle zur Mündung vom 3.-8. Mai 2010

Das Lahntal - eine abwechslungsreiche Flusslandschaft war unser Weg . Romantische Fachwerkstädte sowie viele Burgen und Schlösser links und rechts der Lahn, weite Täler, die sich mit engen und verkehrsarmen Strecken abwechseln, Wälder und Hügel sorgten für eine kurzweilige Radtour. Das Wetter meinte es nicht so ganz gut mit uns. Es war ziemlich kühl und ein Tag erforderte unsere gesamte Regenausrüstung inklusive Plastiktüten. Da die Etappen nicht zu lang waren, hatten wir Zeit alles Schöne anzuschauen und zu erkunden.
Mit der Bahn ging es von Erlangen direkt nach Frankfurt, dann weiter über Gießen und Siegen nach Lützel, dem Startpunkt unserer Fahrt. Wir kamen dort kurz vor 17 Uhr an und hatten aber noch 30 Km zu radeln. Zur Lahnquelle waren es - vorbei an Sieg- und Ilmquelle 12 Km, das allerdings bei unangenehmen Regen und einstelligen Temperaturen. Weiße Flecken zeugten von Schnee- und Graupelschauern. Die Lahn zeigte sich uns aber gesonnen, die Sonne kam hervor und begleitete uns bis nach Bad Laasphe, einem kleinen gemütlichen Städtchen mit hübschen Ortskern.
Der nächste Tag führte uns, bei bedeckten Himmel und leichtem Gegenwind über die hübsche Fachwerkstadt Biedenkopf nach Marburg - eine Universitätsstadt mit einem besonderem Flair - einem Höhepunkt . Am nächsten Tag wurden wir mit Sonnenschein und angenehmem Rückenwind bis nach Gießen, einer weiteren Universitätsstadt verwöhnt. Diese wurde allerdings im Krieg in Mitleidenschaft gezogen und war damit nicht ganz so sehenswert. Marburg und Gießen waren von 77-79 zu der Stadt Lahn vereinigt!
Bald erreichten wir Wetzlar, einen weiteren Höhepunkt unserer Tour. Die malerische Altstadt, mit ihren geschichtsträchtigen Häusern - Goethe hat hier überall seine Spuren hinterlassen - zog uns in ihren Bann. Die nächste Etappe führte uns bei Dauerregen über Weilburg hinauf zum Schloss mit der herrlichen Schlossgartenanlage.
Unser Tagesziel Limburg mit seinen wunderschönen Gassen und seinem ungewöhnlichem Dom war mehr als eine Entschädigung für den nasskalten Tag. Von Limburg radelten wir wieder durch eine herrliche und einsame Flusslandschaft, über Diez mit seinem Grafenschloss, nach Balduinstein. Da ab hier ein Stück Radweg an der Lahn fehlt und der Weg bis Lauenburg über eine steile und stark und befahrene Straße führt, zogen wir es vor wir, eine Station mit der Bahn zu fahren. Ab Lauenburg führt der Weg idyllisch am Fluss entlang, zum einzigen Weinort an der Lahn, nach Obernhof. Den dortigen Wein haben wir uns natürlich munden lassen - er lässt sich gut trinken. Gestärkt steuerten wir bei leichtem Nieselregen unser letztes Übernachtungsziel an - Nievern. Zuvor passierten wir das ehemals mondäne Kurbad - in früheren Zeiten bei den russischen Gästen sehr beliebt. In Nievern hatten wir direkt an der Lahn eine angenehme Unterkunft (Hotel Lahneck) mit einer besonders netten und unterhaltsamen Wirtin.
Die Schlussetappe nach Koblenz war mit 22 Km kurz. Die Lahn begleitete uns noch bis Lahnstein wo sie in den Rhein mündet. Nach dem Besuch in der dortigen Klosterkirche verabschiedeten wir uns von unserem Wegbegleiter und setzten mit der Fähre aufs andere Rheinufer über. Nach Koblenz war es dann nicht mehr weit. Unser Ziel war das Deutsche Eck am Zusammenfluss mit der Mosel. Eine Rundfahrt durch Koblenz und ein deftiges Mittagessen in einer Brauereigaststätte und rundete unsere Radtour ab. Mit dem IC ging es direkt zurück über Nürnberg nach Erlangen .

Tourdaten: Km 284 (32/61/74/44/23) und immerhin 1700 Hm
Organisation /Bilder und Bericht: Reiner
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