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Neujahrswanderung 2014

Zum Lichterfest nach Obertrubach

mit Wanderung "Entlang der Fraischgrenze"

(wandern auf historischen Spuren)

Obertrubach0

Der Wettergott meinte es gut mit uns. Es war nicht zu kalt und regnerisch war es auch nicht, als sich 34 Querbeetler, einschließlich einiger Gäste, auf einer schönen Wanderung durch die fränkische Schweiz begaben.

Von Obertrubach wanderten wir durch das romantische Trubachtal nach Wolfsberg. Über steile Stufen ging es hinauf zur gleichnamigen Ruine. Es eröffnete sich ein weiter Blick in das Trubachtal. Die frühere, hochmittelalterliche Adelsburg hatte viele Besitzer (wie die Edelfreien von Wolfsberg, Bistum Bamberg, die Herren von Stein, die Herren von Eggloffstein) bis sie Anfang des 18. Jahrh. von einem Steinmetzen abgerissen und Teil für Teil verkauft wurde.

Auf unserem Weiterweg erreichten wir den Signalstein. Für alle war oben auf dem Felsen kein Platz, also wurde die Besteigung in mehreren Gruppen vorgenommen. Der Gipfel des Signalsteines war im Mittelalter Zwischenstation eines Signalsystems. Mit Hilfe von Rauch- und Blinksignalen erfolgte die Verständigung mit den Burgen Affalterthal und Bärnfels.

Durch Wald und Wiesen zogen wir hinab nach Bärnfels. Im gemütlichen Gasthaus stärkten wir uns mit wohlschmeckenden Speisen. Sehr zu empfehlen. Auch in Bärnfels befand sich eine hochmittelalterliche Adelsburg mit ebenso vielen und unterschied-lichen Besitzern wie die Wolfsburg. Im 20. Jahrh. wurde die Burg wegen drohender Einsturzgefahr abgerissen. Heute ist die Ruine im Besitz der Familie von Egloffstein.

Von Bärnfels erreichten wir nach ca. 1 Stunde wieder Obertrubach. Von weitem sahen wir schon die Rauchwolken, die durch das anzünden der Kerzen entstanden. In Blechdosen befindet sich eine Gemisch aus Wachs und Sägespänen, versehen mit einem Docht. Das Wachs stammt von Kerzen aus den Kirchen in Prgnitz, Elbersberg, Kirchenbirkig, Weißenohe, Moggast und Gößweinstein. Grund des tollem Lichterfestes sind die im Kirchenkalender festgelegten Tage der "Ewigen Anbetung".

In einem Gasthaus (Reservierung ist durchgeführt worden, sonst kein Platz) machten wir den wohlverdienten Stop bie Kaffee und Kuchen, bis um 17:00 Uhr die Prozession begann. Von einem erhöhten Platz konnte man das Lichtermeer an den Hängen bewundern. Es war einzigartig, dass fanden auch die Querbeetler.

Zur Fraischgrenze noch ein paar Worte, deren Verlauf noch in Obertrubach an einem Grenzstein zu erkennen ist. Die Fraischgrenze auch Grenze der hohen Gerichtsbarkeit war identisch mit der Bezeichnung "Blutgerichtsbarkeit". Diese Gerichtsbarkeit wurde von den jeweiligen Herrschern an bestimmte Städte verliehen. Der jeweilige Grenzbereich wurde durch Grenzsteine markiert. Ein solcher befindet sich vor der Pfarrkirche in Obertrubach. Er trägt auf der einen Seite das Wappen des Hochstiftes Bamberg und auf der anderen Seite ist das Wappen der freien Reichsstadt Nürnberg. Ein Schwert über den jeweiligen Wappen symbolisiert die Blutgerichtsbarkeit.

Ein erlebnisreicher und eindrucksvoller Tag war für die Querbeetler zu Ende.

Wanderstrecke ca. 16 Km

Organisation/Bericht:Udo   Bilder: Udo und Ludger