private Homepage der Querbeet-Freizeitgruppe

 

Marokko

Vom Hohen Atlas zur AtlantikkĂŒste  
14.10.2017 bis 28.10.2017

 

Querbeet in Marokko 2017

FĂŒnfzehn Querbeetler zog es Richtung Nord-Afrika. Marokko war das Ziel.
Startpunkt war Marrakesch, die Stadt der Hitze, Witze und GewĂŒrze.  Die erste Übernachtung fand in einem traditionellen Riad mit marokkanischem Charme statt, nachdem  wir uns einen Weg durch die bereits dunklen, Ă€ußerst belebten Straßen der Medina gebahnt und auf einer Dachterrasse ein dreigĂ€ngiges MenĂŒ mit Tajine und Couscous auf Kosten des Reiseveranstalters eingenommen hatten. In der Zwischenzeit hatten wir schon gelernt, dass „Sahar!“ so etwas wie „guten Appetit“ auf berberisch heißt. Unser Reiseleiter „Ji“ sollte uns im Verlauf der Reise noch so einige landesĂŒbliche Ausdrucksweisen beibringen. Das FrĂŒhstĂŒck auf der Dachterrasse bei Sonnenaufgang war ein wunderbarer Anfang einer wunderbaren Reise.

Im hohen Atlas erlebten wir Temperaturen um den Gefrierpunkt;  Sonne, aber auch Regen bis hin zum leichten Schneefall.  
Temperaturen um die 25 Grad bot uns die AtlantikkĂŒste - wir konnten in die hohen  Wellen eintauchen und schwimmen; 
und in Marrakesch schwitzen wir bei ĂŒber 30°.

Aber nicht nur die Temperaturen waren sehr breit gefÀchert, auch die Landschaft des hohen Atlas ist unglaublich vielseitig und atemberaubend schön.

Am zweiten Tag brachte uns der Minibus zum immergrĂŒnen „Tal der GlĂŒcklichen“. Dort wurden wir empfangen von unserer Begleitmannschaft mit den acht Mulis und Ihren Treibern und Bergen von GepĂ€ck. Der Koch, ein KĂŒnstler der Vielfalt, Frische und Dekoration in der Einfachheit, war bereits mit uns aus Marrakesch gekommen. Er bereitete uns unser erstes Picknick mit frischem GemĂŒse, Fladenbrot,  Oliven, Obst und Fisch. Und natĂŒrlich Pfefferminztee. Es grenzte an ein Wunder, was er mit den einfachen Mitteln, die ihm zur VerfĂŒgung standen,  uns jeden Morgen, Mittag und Abend gezaubert hat.
Und dann hieß es: „Jalla“ – los geht’s.

Die ersten sieben Tage wanderten wir auf einer Höhe zwischen 2.300 und 3.500 Höhenmetern auf und ab. Sahen außer den unglaublichen Felsformationen und –Farben (rot, gelb, grĂŒn, schwarz)  Frauen beim WĂ€sche waschen am Fluss, Nomaden auf ihren Mulis, Esel mit RiesenbĂŒndeln auf dem RĂŒcken,  Schafherden, Ziegenherden, Hirten, Behausungen aus Lehm… … Biblische Bilder.

Den M’Goun, einen Berg mit einer Höhe von 4.071m konnten wir leider nicht besteigen, da er bereits zugeschneit war.

Übernachtet haben wir teilweise in „GĂźtes d’Ă©tapes“.  (Einfachen Behausungen die manchmal mit Matratzen, manchmal  mit fließend (auch mal warmes!) Wasser, manchmal  mit Toiletten, Dusche(n) ausgestattet waren) oder im Zelt. (in der NĂ€he eines Flusses, damit man sich waschen konnte; das WC war dann hinter dem nĂ€chsten grĂ¶ĂŸeren HĂŒgel oder Stein).

… und die Karawane zieht weiter…

Die Landschaft wurde sanfter, grĂŒner, und vor allem immer wĂ€rmer. Das versprochen „paulaner Wetter“ begann (gut – besser – paulaner). Kleine Dörfer und Kasbahs (Festungen) lagen am Weg. Immer kamen die Kinder zu uns und wollten etwas zu essen, einen Stift oder Penny. Wir wurden dazu angehalten nichts zu geben.

Einer der Höhepunkte war die Wanderung durch die M‘Goun Schlucht am siebten Tag. Auch wenn bei den unzĂ€hligen Überquerungen des Flusses unzĂ€hlige Blasen und Reibungsverluste an den FĂŒĂŸen zu verzeichnen waren, dĂŒrfte dieser Tag mit seinen einzigartigen EindrĂŒcken in der Schlucht unvergesslich bleiben.

Am achten Tag erreichten wir das „Tal der Rosen“. Unser Ziel im Hohen Atlas.
Statistik: Im Hohen Atlas waren wir in den sieben Tagen unterwegs:
knapp 40 Std (reine Gehzeit), etwas ĂŒber 100 km Strecke mit ca. 3400 Hm hoch und ca. 3600 Hm runter.

Wir nehmen schweren Herzens Abschied von der Begleitmannschaft, die uns mittlerweile sehr ans Herz gewachsen ist. Wir haben gemeinsame Abende am Feuer mit Singen und Tanzen verbracht (berberisch und deutsch), wir haben uns in den Bergen zugewunken und -gejohlt, sobald wir uns gesehen haben,  wir haben gemeinsam ein Zicklein und ein Schaf verspeist, das sie geholt und der Koch geschlachtet hat, sie haben uns die Zelte auf- und abgebaut, obwohl es nicht ihre Aufgabe gewesen war, wir haben in den ersten Tagen gemeinsam gefroren (sie mehr als wir) und sie haben immer freudig gestrahlt, wenn wir uns sahen.

Nur der Koch und sein Gehilfe und natĂŒrlich Ji ziehen mit uns weiter zum Atlantik. Dreizehn Stunden Busfahrt Richtung Westen durch wechselnde Landschaften (mit Unterbrechungen an einem Aussichtspunkt,  einem Besuch einer Frauen-Kooperative fĂŒr Rosenölprodukte, einem Picknick und zwei Kaffeepausen mit „Nous Nous“(=Cappuccino)). Eine weitere Unterbrechung mit Aussteigen wurde im Dunklen notwendig, da der Bus in einer steilen Rechtkurve nicht weiter hochkam und mit der hinteren Stoßstange auf dem Asphalt hĂ€ngen blieb.

Ji erzĂ€hlte uns bei den Busfahrten von seinem Land, von seiner Familie, von seiner Oma und von den Dschinns (In Marokko sehr weit verbreiteter Glaube an schlechte Geister). Einmal wollte er wissen, wie Frauen in Deutschland mit Kosenamen angesprochen werden und zĂ€hlte die der Marokkaner auf: so z.B. meine Gazelle, mein Kamelchen, meine Leber;  und Frauen sollten einen „diplomatischen Körper“ haben (Form einer Acht)…..
Seine Programmansagen fĂŒr den folgenden Tag beendete er meistens mit  „Inschallah“ (so Gott will, hoffentlich)

Am folgenden Tag wurden die fĂŒnf Dromedare beladen, angefĂŒhrt von drei Treibern. Wir waren an einer SteilkĂŒste am Atlantik angekommen.  Die Landschaft zeigte sich teils felsig, teils mit wĂŒstenartigen DĂŒnen und einer Oase. 

Die drei letzten Tage am Atlantik waren geprĂ€gt von Entspannung, WĂ€rme tanken, Baden, Sonnenuntergang genießen.
Statistik: 10 Stunden aktive Gehzeit, 31 km LĂ€nge, 500 Hm hoch, 700 Hm runter

Es folgten noch drei „StĂ€dte-Tage“.
Der Tag in der Weltkulturerbe-Stadt Essaouira, einer weiß-blauen Hafenstadt mit jahrhundertealter Tradition genossen wir das warme Wetter und das Erforschen der Medina und des Hafens, in dem die Zeit stehen geblieben zu sein schien.
ZurĂŒck in Marrakesch mussten wir uns leider von Ji, unserem begabten, Geschichten, Fakten und schwĂ€bische Witze erzĂ€hlenden Reiseleiter verabschieden, der uns mit seiner natĂŒrlichen AutoritĂ€t, FĂŒrsorglichkeit und seinem Interesse an Menschen und Kulturen gut und sicher durch sein Land gefĂŒhrt hat.
In Marrakesch genossen wir noch eine halbtages-Stadtbesichtigung mit Bahia Palast, Saadischen GrĂ€bern und einem Blick in die marokkanische GewĂŒrzekunde , und dann ging jeder seiner Wege in der interessanten, bunten, lauten Stadt mit den vielen Gassen, in denen man sich so leicht verirren kann, den noch viel verwirrenderen Souks, dem Platz der Gaukler (Djemaa El Fna) und dem Wahrzeichen:  der Koutoubia-Moschee.

Es gĂ€be noch so viel mehr zu erzĂ€hlen…. Wir durften eine fantastische Zeit miteinander verbringen, mit vielen beeindruckenden Momenten, einer wunderbaren Gruppenzusammengehörigkeit, ein GefĂŒhl fĂŒr Marokko und seine Schönheit und StĂ€rken entwickeln. Ich bin sehr dankbar, dass ich das mich euch erleben durfte.

Idee, Reisevorbereitung und Koordination sowie Bericht: Katharina

Bilder: Daniel, Katharina, Michael und Karl

Bilderaufbereitung fĂŒr die Homepage: Daniel

Genaue Route und Ortsangaben sind hier zu finden:
https://www.frosch-sportreisen.de/fernreisen/marokko-atlas-und-atlantikkueste

Teil 1 - Bilder vom Trekking im Hohen Atlas

Bilder vom Trekking am Atlantik (hier klicken)

 

Trekking im Hohen Atlas

 

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001 Flughafen Marrakesh

001 Flughafen Marrakesh

002 Katharina unsere Organisatorin

002 Katharina unsere Organisatorin

003 Riad in der Medina

003 Riad in der Medina

004 Abendessen auf der Dach eines Restaurant

004 Abendessen auf der Dach eines Restaurant

005 FrĂŒhstĂŒck auf dem Dach

005 FrĂŒhstĂŒck auf dem Dach

006 Warten auf den Bus

006 Warten auf den Bus

007 oTTo's GepÀcktransport

007 oTTo's GepÀcktransport

008 Eine der zahlreichen Kutschen

008 Eine der zahlreichen Kutschen

009 Transport Ă  la Maroquaine

009 Transport Ă  la Maroquaine

010 Storch bringt Segen

010 Storch bringt Segen

011 Schlucht unterwegs

011 Schlucht unterwegs

012 Auf dem Weg zum Hohen Atlas

012 Auf dem Weg zum Hohen Atlas

020 Unser GepÀck

020 Unser GepÀck

021 Unsere Matratzen

021 Unsere Matratzen

022 Zum Verpacken zusammentragen

022 Zum Verpacken zusammentragen

024 StÀrkung vor dem Abmarsch

024 StÀrkung vor dem Abmarsch

025 Last oder KĂ€lteschutz

025 Last oder KĂ€lteschutz

026 Im GĂ€nzemarsch durch das Tal der GlĂŒcklichen

026 Im GĂ€nzemarsch durch das Tal der GlĂŒcklichen

027 Kleine BrĂŒcke

027 Kleine BrĂŒcke

028 Steinhupfen 1

028 Steinhupfen 1

029 Unsere Unterkunft

029 Unsere Unterkunft

030 Abendessen

030 Abendessen

031 Noch gibt es Strom

031 Noch gibt es Strom

032 Was das wohl sein kann

032 Was das wohl sein kann

033 Schnee der letzten Nacht

033 Schnee der letzten Nacht

034 Es wird gepackt

034 Es wird gepackt

035

035

036  Die Sonne grĂŒĂŸt uns am Morgen

036  Die Sonne grĂŒĂŸt uns am Morgen

037  Grandiose Landschaft

037  Grandiose Landschaft

038 unsere Helfer

038 unsere Helfer

039

039

040

040

041 Berg heil beim Pass (3500m)

041 Berg heil beim Pass (3500m)

042 Transhumance-Einrichtungen

042 Transhumance-Einrichtungen

043 grandios

043 grandios

044 Wind und Regen begleitet uns

044 Wind und Regen begleitet uns

045 Die weite Hochebene

045 Die weite Hochebene

046 Zeltlager in Sicht (2900m)

046 Zeltlager in Sicht (2900m)

047 Erkundung der Umgebung

047 Erkundung der Umgebung

048 knieend im Schein der Gaslampe

048 knieend im Schein der Gaslampe

049 Morgenstimmung

049 Morgenstimmung

050  spektakulÀr aber nicht bedrohlich

050  spektakulĂ€r aber nicht bedrohlich

051 der Bach auf dem Hoch-Plateau

051 der Bach auf dem Hoch-Plateau

052 FĂŒĂŸe wĂ€rmen beim FrĂŒhstĂŒck

052 FĂŒĂŸe wĂ€rmen beim FrĂŒhstĂŒck

053 Zusammen packen

053 Zusammen packen

054 Startbereit und

054 Startbereit und

055

055

056 viele Steine zum Befestigen der Zelte

056 viele Steine zum Befestigen der Zelte

057 Kommentarlose

057 Kommentarlose

058

058

059

059

060

060

061 schokoladig

061 schokoladig

062

062

063

063

064 von den Ziegen gestutzten DornstrÀuchern

064 von den Ziegen gestutzten DornstrÀuchern

065 edle Fassung

065 edle Fassung

066 beeindruckendes Konglomerat

066 beeindruckendes Konglomerat

067 steinig und ohne Weg

067 steinig und ohne Weg

068  dritte Nacht im Hohen Atlas (2800m)

068  dritte Nacht im Hohen Atlas (2800m)

069 Abwasch

069 Abwasch

070 Maultiere beim Ausgang

070 Maultiere beim Ausgang

071 SchĂ€ferhĂŒtte

071 SchĂ€ferhĂŒtte

072 natĂŒrliches Kunstwerk

072 natĂŒrliches Kunstwerk

073 Probe fĂŒr die Abendvorstellung

073 Probe fĂŒr die Abendvorstellung

074 kuscheln und wÀrmen

074 kuscheln und wÀrmen

075 Couscous

075 Couscous

076 Musik, Tanz und

076 Musik, Tanz und

077

077

078 Morgenstimmung

078 Morgenstimmung

079 ZĂ€hneputzen

079 ZĂ€hneputzen

080 bald geht es los

080 bald geht es los

081

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082 Notizen fĂŒr den Abschlussbericht

082 Notizen fĂŒr den Abschlussbericht

083

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084

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085 der erste Baum in Sicht

085 der erste Baum in Sicht

086

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087

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088 die Karawane ist schneller

088 die Karawane ist schneller

089

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090

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091 staunen

091 staunen

092 Eckzahn

092 Eckzahn

093 Schiefe Ebene

093 Schiefe Ebene

094 Endlose Hochebene

094 Endlose Hochebene

095

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096 Adler in Sicht

096 Adler in Sicht

097 Berberziege

097 Berberziege

098 Unter dem alten Baum

098 Unter dem alten Baum

099

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100 Überqueren der Schlucht von Aflafal

100 Überqueren der Schlucht von Aflafal

101 Camp in Talat Righen (2650m)

101 Camp in Talat Righen (2650m)

102 An der Quelle

102 An der Quelle

103 ein Zieglein wird zubereitet

103 ein Zieglein wird zubereitet