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Auf und Ab im Frankenwald -  eine Mountainbiketour

vom 10. bis 13. Oktober 2014

Mountainbiketour mit Udo im Frankenwald

In Bayern "ganz oben" liegt der Naturpark Frankenwald. Charakteristisch für ihn ist ein reizvoller Dreiklang aus gerodeten Hochflächen, bewaldeten Hängen und romantischen Wiesentälern. Dabei nehmen - nomen est omen - die weiten Wälder die Hälfte seiner Fläche ein: Zauberhaft und auch ein bisschen geheimnisvoll präsentiert sich der Frankenwald. Kernbereich des Naturparks ist der Frankenwald, die "GRÜNE KRONE BAYERNS".

Der Frankenwald war das Ziel für 9 Querbeetler für eine schöne 4tägige Mountainbike Tour. Starke Steigungen waren tweilweise zu bewältigen, aber auch rasante Abfahrten.

Am ersten Tag fuhren wir von Kronach nach Presseck. Zunächst ging es über kleine Dörfer nach Stadtsteinach. Sehr romantisch war die Fahrt durch das Steinachtal mit der Steinachklamm. Ein Sperrriegel aus hartem, kieselsäurereichen Quarz hinderte einst das Wasser der Steinach am Weiterfließen. Der Sage nach löste Thor das Problem. Auf seinem Bockgespann brauste er durch die Lüfte und traf vor der großen Felswand auf die verzweifelte Steinach, die ihn bat, ihr den Weg zu bahnen. Da schleuderte Thor seinen Hammer gegen den Fels, die Steine brachen und gaben den Weg frei. Zum Dank dafür trieb hinfort der Bach den nahen, von Thor errichteten Waffenhammer mit seinen großen Radschaufeln, die in der Hütte die riesigen Schmiedehämmer bewegten. So die Sage.

Vorbei an der alten Schneidmühle, die 1980 nach 130 Jahren braver Arbeit ihren Dienst quittieren musste, erreichten wir das idyllisch gelegne Anwesen Waffenhammer. Alles im Waffenhammer dreht sich um die literarische Figur des Till Eulenspiegels, der im 14. Jahrhundert gelebt haben soll und für seine Possen gegen die Obrigkeit und die katholische Kirche berühmt geworden ist. Da werden die Episoden des Schelmen mit der Narrenkappe und den Schnabelschuhen, der schon aus den Kindertagen bekannt ist, in prächtigen Figuren gezeigt. Leider ist das Museum nur an Wochenenden geöffnet.

Der nächste Teil der Strecke war bis Pressck gespickt mit steilen Anstiegen. Im Gasthof Pressecker Hof wurden wir herzlich begrüßt. Kirchweihtag war heute und wir konnten uns auf köstliche Spezialitäten freuen.

Bad Steben war das Ziel unseres zweiten Tages. Bis Schwarzenbach am Wald mussten wir zahlreiche Steigungen bewältigen. Auf tollen Abfahrten war dann doch wieder eine Erholung angesagt. Von Schwarzenbach fuhren wir entspannt auf dem Selbitztalradweg nach Naila, teilweise auf einer stillgelegten Bahntrasse. Flott erreichten wir den Eingang zum reizvollen Höllental und fuhren bis Blechschmidtenhammer. Im Laufe von Jahrmillionen hat sich die Selbitz in das harte vulkanische Diabasgestein gegraben und dabei eine 170 Meter tiefe Schlucht geschaffen.  Nach einem Anstieg erreichten wir über Lichtenberg Bad Steben. Auch hier wurden wir im Gasthaus Hubertus freundlich empfangen.  Ebenfalls fand an diesem Wochenende Kirchweih statt. Am Abend wurden wir mit stimmungsvoller Musik unterhalten.

Beide Tage waren bisher bewölkt, aber trocken geblieben. Aber der heutige Sonntag bescherte uns einen herrlichen sonnigen Tag. Auch der heutige Tag war geprägt durch steile Anstiege. Der Rennsteig war unser ständiger Begleiter bis Ludwigsstadt. Nach 46 km Auf und Ab erreichten wir den Gasthof "Am Trogenbach".  Auch hier war der Empfang sehr herzlich.

Nun kam die letzte Etappe zurück nach Kronach.  Aber erst machten wir einen "süßen Abstecher" nach Lauenstein. In der dortigen Pralinenfabrik konnten doch einige nicht wiederstehen und erlagen der Verlockung zum Kauf von Pralinen.  Bis Ebersdorf zog sich die Strecke noch moderat hinauf, aber danach kamen mehrere steile Anstiege. Am romantisch gelegenen Ölschnitzsee vorbei erreichten wir den Radweg nach Kronach. Nach und nach ließen wir den Frankenwald hinter uns und zügig war Kronach erreicht.

Eine wunderschöne, vielseitige aber auch anspruchsvolle Mauntainbiketour war zu Ende.

 

Streckenlänge etwa 190 km,    gesamte Aufstiege ca. 2900 m

Organisation/ Bericht/ Fotos: Udo