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5-tÀgige Kanutour auf der Moldau mit Jochen  Juni17

 

Freunde , das Rauschen und Murmeln des Flusses klingt noch in mir nach – eine wunderschöne Fahrt auf der böhmischen Moldau ist Erinnerung geworden . Moldau nannten sie einst die damals hier siedelnden Deutschen – Vltava die Tschechen .

Es war ein rundum gelungenes Flussabenteuer , das wir - 15 Querbeetler –  auf  ihren Wassern erlebten .

5 Tage nahm uns der Fluss auf seinem RĂŒcken mit – von Vyssi Brod unterhalb des Lipno –Stausees gelegen ca. 54 km bis nach Borsov bei Budweis .

Unser quasi Basislager war das Camp „U Vikinga“ bei Piskarne , 10 km flussaufwĂ€rts von Cesky Krumlov – Piskarne findet man nicht im Navi . Weil der Verfasser in der Wegbeschreibung den Namenszusatz „U Vikinga „ vergessen hatte ,  trafen sich zunĂ€chst alle , immerhin 5 Pkw -Besatzungen nach ca. 4stĂŒndiger Fahrt , im nĂ€chsten flußaufwĂ€rts gelegenen Camp „Vltava“.

Dort nahmen wir 5 HĂŒtten in Beschlag und bauten 3 Zelte auf.

Im Camp „U Vikinga“ (Zum Wikinger ) war der Chef der“ Wikinger“ – meist mĂŒrrisch blickend  und selten den Gruß erwidernd .  Hatte er es nicht mit uns Deutschen ?  „ Auf keinen Fall, er hat`s mit keinem Menschen !“ beantwortete einer der Fluss-Guides meine Frage. Bei dem Trubel auf dem Platz – wie wird das erst im Juli in den Sommerferien werden? – brachte ich ein gewisses VerstĂ€ndnis fĂŒr ihn auf.

Von U Vikinga ging`s jeden Morgen nach einem opulenten FrĂŒhstĂŒcksbuffet - man konnte sich soviel man wollte, als Lunchpaket, fĂŒr den Tag einpacken – mit dem Bus und den Booten zum Einsatzpunkt und Abends vom Tagesziel wieder zurĂŒck zum Camp , wo uns ein deftiges böhmisches Abendessen a la Carte erwartete mit viel Fleisch und vor allem „Knedliks“(Böhmische Knödel). Nur mit Salat und GemĂŒse hatten es die KĂŒchenfeen nicht so. DafĂŒr war das Buffet am Morgen neben vielem anderen gesegnet mit allerlei Obst- auch zum Mitnehmen!

Die im Camp anwesenden Tschechen –  auch Schulklassen, die vor den großen Ferien noch flugs eine Klassenfahrt  machten, waren am Ufer und auf dem Wasser mit ihrem â€ž Ahoj !“ ein fröhliches, sangesstarkes und trinkfestes Völkchen. Trinkfest  waren auch wir – kein Wunder beim Preis von umgerechnet 1,20 € fĂŒr die Halbe des guten böhmischen Bieres der in der Gegend ansĂ€ssigen Brauereien!

Die Moldau fĂŒhrte Niedrigwasser – der listige Nöck der Moldau, von Neptun in der Rangfolge der Wassergötter ziemlich weit unten verortet – hatte so einige Fallen fĂŒr uns gestellt in Gestalt vieler Floßgassen und tĂŒckischer  Felsen ,  nur knapp von moorbraunem aber klarem, warmem Wasser ĂŒberronnen. Jeder von uns opferte ihm mindestens einmal ! Der Verfasser aber brachte es  sage und schreibe 6 mal zum ungekrönten Kenterkönig !  Äh – das Boot hat nicht gepasst –oder so … Wenn ich mich recht  erinnere , gab es nur eine Bootsbesatzung , der dieses Los erspart blieb – Margit und Ludger, die jede auch noch so knifflige Floßgasse an den Wehren meisterten . 

Die Sonne aber meinte es an jedem Tag gut mit uns und trocknete die „UnglĂŒcklichen“ schnell. Und das Bier in den –nennen wir sie Jausenstationen - war gut und billig. Die ließ unser junger Guide Chrystoff, ein prima deutschsprechender Student aus Prag,  immer rechtzeitig aus dem Wald hervorlugen,  bevor die Arme zu lang und die Kehlen zu trocken wurden .

Chrystoff stand uns jeden ganzen Tag zur Seite und hatte glĂŒcklicherweise einen Tag  seinen Bruder Sascha zur Hilfe,  als etliche von uns im Ablauf einer Floßgasse, mitten in Krumau, der einzigartigen Stadt  ihre Verbeugung machten und  kenterten . Der Verfasser gehörte  dieses eine Mal nicht zu ihnen!

Übrigens, der Herr der MoldaugewĂ€sser hatte doch noch ein Nachsehen mit unserem Verfasser ! Er sandte ihm des Nachts im Traum das liebliche Abbild seiner jĂŒngsten Tochter, einer kleinen Nixenprinzessin ! Ihr könnt sie unter den Bildern finden! Solche Erscheinungen,  denk ich, beglĂŒcken einen erst nach einigen Bierchen und etlichen GlĂ€sern Wein am allabendlichen Lagerfeuer !

Die Moldau nahm uns mit, mal schneller mal langsamer, durch wunderbare Waldeinsamkeiten . Man meinte im vielstimmigen Gesang der Vögel Pans Flöte zu hören. So gestimmt, konnten wir auch in Gedanken  der traurigen MĂ€r vom „Jungfrauenfels „ nachhĂ€ngen, die uns Chrystoff vortrug , wĂ€hrend wir leise am  Ort des Geschehens vorbei trieben. Von diesem Felsen hatte sich einst das todtraurige BurgfrĂ€ulein  von der gegenĂŒberliegenden Burg  gleichen Namens in die Fluten derMoldau gestĂŒrzt. Der Grund war, wie könnte es anders sein , verschmĂ€hte Liebe ! Kommentar der „Crew“: „ da war unsere Lorelei ein anderes Kaliber! „

Wir durchfuhren auch die Flussschleife , an deren Ufern sich das eindrucksvolle , einst mĂ€chtige Cesky Krumlov (Krumau) hoch erhebt, heute Unesco- Weltkulturerbe. Wir erlebten die Stadt sowohl unten auf dem Fluss  aus der Froschperspektive als auch bei einem Rundgang –einige kletterten wohl auch auf den farbigen, großen Turm des Schlosses. Allerdings musste man sich ĂŒberall der Übermacht von Japanern und Chinesen erwehren – Neuschwanstein lĂ€sst grĂŒĂŸen.

Was gibt`s noch zu erzÀhlen ?

Eins steht schon jetzt fest: die Moldaufahrt wird 2018 im Juni neu gestartet ! Mit ein wenig mehr Wasser unterm Kiel und dem großartigen Wetter von heuer sollte das wieder ein Erfolg werden

… und das gute und billige Bier …und das deftige gute Essen … und das unĂŒbersehbare,  unerschöpfliche ,  reichhaltige FrĂŒhstĂŒcksbuffet  und das individuelle Fresspaket , gestaltet  fĂŒr die Tagesetappe! …jeden Abend am Lagerfeuer trĂ€umen beim GeschichtenerzĂ€hlen –etliche Flaschen Rotwein wurden geleert … Christophs WillivorrĂ€te waren nicht zu erschöpfen  Prosaisch gesagt : Das PreisleistungsverhĂ€ltnis stimmte besser als sehr gut ! Doch der arme Christoph holte sich eine böse Mageninfektion – ein wenig mehr vom Williams hĂ€tte das sicher verhindert! Ein bisschen Spaß muss sein ! 

FĂŒr ihn, Heinz den Mitfahrer und Gudrun waren damit glĂŒcklicherweise erst am letzten Tag die gemeinsamen Fahrtentage beendet . Sie machten sich auf nach Hause wĂ€hrend die anderen noch eine  kurze Etappe unterhalb von Vyssi Brod nach Rozmberk ( Rosenberg) paddelten . Einige besichtigten die mĂ€chtige Burg der Grafen von Schwarzenberg , die hier und in Ceski Krumlov (Krumau ) residierten und viele Jahrhunderte in Böhmen herrschten . Dann waren unsere wunderbaren Tage auf der Moldau zu Ende. Wir brachen wieder auf in Richtung Heimat.

 Ich könnte noch weiter erzĂ€hlen –aber erlebt es selber - 2018, wohl im Juni !

Gab`s etwas zum Meckern?

Ein paar blaue Flecken und die eine oder andere kleine Blessur… Ach ja, die FrĂŒhstĂŒckszeit hĂ€tte ruhig ein wenig lĂ€nger als 30 Minuten sein können. Unter dem ungeduldigen  „Husch husch“ der Chefin mussten wir das Lokal blitzschnell rĂ€umen, wĂ€hrend bereits eine Schulklasse HalbwĂŒchsiger das Buffet eroberte !

Allein Ceski Krumlov ist eine Reise wert, von der Moldau ganz zu schweigen !

Ahoj und  auf ein Wiedersehen auf der Moldau 2018 !

EPILOG

Insgesamt legten wir an den 5 Tagen (3 plus 2 halbe „Paddel-Tage“) ca. 54 km auf der Moldau zurĂŒck und ĂŒberwanden 9 Wehre /Floßgassen (2 davon wurden umtragen).

Organisation und Bericht: Jochen   Bilder: Ludger

 

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