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Tour rund um den Mont Blanc

August 2012

 

Mont Blanc011

 

12 Querbeetler trafen sich pünktlich um 4:30 Uhr am Bahnhof Erlangen. Alleine die Zugfahrt war schon ein Erlebnis. Der Genfer See leuchtete im Sonnenlicht. In Martigny bestiegen wir den Mont Blanc Express - eine Zahnradbahn - die uns steil hinauf über die Berge nach Les Houches brachte. Nach langer Fahrt kamen wir um 18:30 Uhr in Les Houches an.

Wir begannen die Wanderung in Les Houches und auch in diesem Ort endete die ca. 160 km lange Wanderung mit etwa 11.000 Höhenmeter. Es war eine eindrucksvolle und erlebnisreiche Wanderung. Vor allen Dingen - jeden Tag schien die Sonne und selbst in den Höhen um 2000 m war es sehr warm. An einem Tag aber wachten wir bei heftigen Regenschauern auf. Nach dem Frühstück besserte es sich und gegen Mittag schien die Sonne wieder hell vom Himmel herunter. Das Mont Blanc Massiv konnten wir von allen Seiten, ohne Wolken, genießen und bewundern.

Wir benötigten 12 Wandertage für die Umrundung und berührten dabei drei Länder wie Frankreich, Italien und die Schweiz. Einfach ist die Tour nicht. Es wird schon eine recht gute Kondition verlangt.

 

Die erste Etappe führte uns mit einer Streckenlänge von ca. 12 km von Les Houches zu den Chalets de Miage. Wir nahmen die spannendere Variante über den 2120 m hohen Col de Tricot. Von dort sahen wir tief unter uns die Chalets liegen. Insgesamt hatten wir ca. 1218 m aufzusteigen und ca. 664 m abzusteigen.

 

Früh am Morgen ging es gleich hinauf mit der zweiten Etappe. Zunächst kamen wir zu den Chalets du Truc, dann eine ganze Strecke abwärts bis zu einer Weggabelung und über einen Höhenweg zum Refuge Tre la Tete. Wieder abwärts und durch schönen Wald hinauf zum Refuge de la Balme. Hier gab es für unsere Verhältnisse ein recht erbärm-liches Abendessen (eine Art Suppe grün gefärbt, sehr kleines Fleischstück und Polenta). 13 km lang war der Weg mit ca. 800 m aufwärts und ca. 633 m abwärts.

 

Der Weg der dritten Etappe führte uns durch eine wilde Felszenerie. Teilweise Schnee und Geröll begleitete uns bis zum Col du Bonhomme. Über steile Geröllfelder ging es hinunter nach Ville des Glaciers und weiter auf einer Fahrstraße erreichten wir unser Ziel - Refuge les Mottets. Auch diese Strecke war etwa 13 km lang und wir mussten ca. 1100 m hiaufsteigen und ca. 890 m abwärts gehen.

 

Das Ziel der vierten Etappe war das Rifugio Maison Vieille. Wir zogen zunächst steil hinauf zum 2525 m hoch gelegenen Col de la Seigne. Hinunter in ein Hochtal und später wieder steil hinauf erreichten wir nach ca. 18 km das Rifugio. Herrlich gelegen oberhalb von Courmayeur. Aufgestiegen sind wir etwa 1130 m und ca. 1040 m ging es hinunter.

 

Die fünfte Etappe war mit ca. 10 km Länge heute nicht so lang, aber dafür recht steil. In langen Kehren ging es hinunter nach Courmayeur. Nach einem längeren Aufenthalt machten wir uns an den Aufstieg zu unserem Ziel - das Rifugio Bertone. Der Aufstieg mit seinen etwa 808 m hatte es in sich, es war sehr warm und steil. Voher sind wir ca. 820 m abgestiegen.

 

Die sechste Etappe war außerordentlicherlebnisreich. Ein Panoramaweg mit tollen Blicken auf die Gletscherwelt des Mont Blanc Massivs. Wir konnten uns nicht sattsehen.

Unterwegs, wir waren in einem Hochtal, gab es eine schöne Gelegenheit für eine Pause in einem netten Garten und einige nutzen den nahegelegenen Fluss zur wohltuenden Kühlung der Füsse. Das Ziel war heute das Rifugio Elena. Übervoll war die Hütte. Aber unsere Reservierung war sicher angekommen, wie überall. 15 km haben wir zurückgelegt, dabei ging es ca. 780 m hinauf und ca. 646 m hinunter.

 

Sehr früh am Morgen machten wir uns auf den Weg zur siebten Etappe. Sie führte uns erst steil hinauf zum Grand Col Ferret, dann auf Schweizer Boden zum Dorf Ferret und weiter zu unserem Ziel - Le Fouly,welches wir nach ca. 12 km erreichten. Unterwegs begegneten uns einige Wanderer, die mit Maultieren bzw. Esel unterwegs waren. Heute gingen wir mehr abwärts, ca. 996 m, und aufwärts ca. 600 m.

 

Eine einfache Etappe war die achte. In der Nacht hatte es heftig zu regnen begonnen. Nach dem Frühstück aber hörte es auf und gegen Mittag schien die Sonne wieder warm vom Himmel herunter. Champex-Lac, unser Ziel, erreichten wir nach ca. 15 km (ca. 680 m aufwärts, ca. 758 m abwärts). Ein wunderschönes Bergdorf in 1500 m Höhe. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen ein schönerAlpin Garten, den einige Querbeetler besuchten mussten, mit mehr als 4000 Arten an Blumen und Pflanzen. Champex wird umrahmt mit schönen Chalets und einem idyllisch gelegenen kleinen Bergsee und man kann einen schönen Blick ins Val d'Entremont und bis zum mächtigen Grand Combin genießen.

 

Über eine alpine Route verlief die neunte Etappe. Sehr steil ging es hinauf und über große Geröllblöcke hinauf zum 2665 hohen Fenetre d' Arpette. Spektakulär war der anschließende Abstieg entlang des Treint Gletschers. ca. 13 km lang war die Strecke ( ca. 1300 m aufwärts, ca. 1100 m abwärts). Das Ziel war ein sshönes Hotel auf dem Col de la Forclaz.

 

Bei der zehnten Etappe ging es zunächst hinauf zum Col de Balme. Von hier hatten wir wieder einen wunderschönen Blick zum Mont Blanc Massiv. Ein toller, aussichtsreicher Weg der ca. 15 km lang war (ca. 1000 m auf, ca. 1124 m ab). Begeistert waren wir von der Auberge la Boerne in Tre le Champ. Eine "winzige Hütte", aber doch mit viel Platz und auch gemütlich. Teilweise musste man in die Zimmer hineinkriechen.

 

Ca. 12 km war die elfte Etappe zum Refuge de la Flegere lang (ca. 1150 m auf, ca. 1193 m ab). Unterwegs machten wir eine längere Rast an dem See Lac Blanc. Das Schwimmen in dem kleinen See war erfrischend und belebend. Vom Refuge de la Flegere hatten wir einen tollen Blick auf Chamonix.

 

Bei der heutigen 12.Etappe waren stramme Waden angesagt. Es ging ca. 1610 m abwärts und nur ca. 713 m aufwärts. Im Tal angekommen, konnten wir entspannt am Fluss entlang nach Les Houches wandern, welches wir nach ca. 17 km erreichten.

 

Organisation/Bericht: Udo 

  Fotos: Margit, Moni, Horst, Udo