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QB-Jubiläumswanderung

10 Jahre Querbeet

Wanderung auf dem "Romantischen Rundweg" im Muggendorfer Gebürg

am 10. Mai 2014

 

10 Jahre QB - Jubiläumswanderung (Bild Ludger) Mai 2014

 

Die Gegend um Muggendorf hieß früher "Muggendorfer Gebürg". Zur Zeit der Romantik kamen die ersten Reisenden. Die aus Berlin stammenden Studenten Ludwig Tieck und Wilhelm Heinrich Wackenroder studierten damals in Erlangen Jura. Sie galten als "Entdecker" der Gegend um Muggendorf. Daran erinnert auch der "Romantische Rund-weg", eine reizvolle Höhenwanderung mit Abstieg ins Wiesenttal.  Dies war u. a. auch der Grund, diese Wanderung im  Rahmen des 10jährigen Jubiläums von Querbeet zu wiederholen, die auch vor 10 und 5 Jahren bereits durchgeführt wurde.

41 Querbeetler folgten der Einladung von Reiner und Udo und trafen sich in Muggendor, um eine der schönsten Gegenden der Fränkischen Schweiz auf dem genannten Weg zu erwandern.

Diese Gegend ist reich an Höhlen und Sagen. Udo hat sich die Mühe gemacht und ein paar Geschichten herauszusuchen. Die erste Geschichte spielte sich in Muggendorf ab. Dort, wo jetzt der Minigolfplatz ist, war früher die Tanzwiese für die Bevölkerung. Dort fanden auch die Kirchweihfeste statt. Auf einer Reise sollte Dr. Martin Luther dort vorbeigekommen sein, an einem der Feste. Es gefiel ihm nicht so richtig mit dieser Lustigkeit und er rief lautstark - Stille ! Es wurde ganz still und Luther hielt eine Rede. Seitdem wird diese Wiese die "stille Wiese von Muggendorf" genannt.

Weiter wanderten wir durch den kleinen Ort und auf einem schmalen Felssteig steil auf die Höhen über der Wiesent hinauf und erreichten bald die Oswaldhöhle. Der weitere Weg führte durch diese Höhle, eine 65 m lange Durchgangshöhle.  Eine Weile dauerte es, bis wir uns an die Dunkelheit gewöhnt hatten und mussten auch aufpassen, denn an einigen Stellen war der Durchgang nur 1,60 m hoch. Bald sahen wir wieder das Tageslicht, traten aus der Höhle heraus und gleich nebenan war der Eingang der Wunders-höhle zu sehen. Sie wurde von dem Höhleninspektor Johann Georg Wunder durch Zufall entdeckt. Sie ist eine 70 m lange Höhle mit vielen Engstellen und ist verbunden mit der 30 m langen Witzenhöhle. Dort soll einst der steinerne Rachegott Herowith (Witt, Weth) auf einem steineren Sockel gestanden haben, und seitdem soll die Höhle nach dem Namen als Witzenhöhle abgeleitet worden sein.

Durch den Laubwald wanderten wir oberhalb der Wiesent weiter und später ging es teilweise steil hinab und wir erreichten das Quackenschloss.  Der Name beruht auf der Steinart Rauchwacke, die in Franken Quacke genannt wird. Früher war es ein gewaltiges Höhlensystem, von dem jetzt nur noch Reste zu sehen sind. Nach einer Sage nach, sollte ein verirrter Jäger dort auf einer Burg dem dortigen Herrn eine Erlösung zu teil werden lassen. Aber der Jäger zog es in seine Heimat zurück und nach dem Verlassen der Burg kam ein schreckliches Gewitter und die Burg stürzte ein. So präsentiert sich das Quackenschloss heute dem Besucher und wartet auf den rechten Erlöser zur rechten Zeit.

Bis zu unserem nächsten Ziel - dem Adlerstein war es nicht mehr weit. Mit Hilfe einer Eisenleiter kann diese Felsnadel bestiegen werden. Eine tolle Aussicht erwartet einem dort oben. Udo ließ es sich nehmen von der Höhe ein nicht ganz künstlerisch wertvolles Gedicht von Viktor von Scheffel herabschallen zu lassen:

Zum schwindelfreien Adlerstein

versuch ich früh ein Klettern.

Schau rundrum ins Gebürg hinein

und laß die Laute schmettern.

Frühnebel spielt vom Wind gefachst

um Felsen grobgestaltig.

Hochland, wile Hochlandpracht !

Oh Wälder, grün und waldig.

 

Auf unserem Weiterweg kommen wir nach Engelhardsberg und nach kurzer Zeit erreichten wir die Riesenburg. Vor Urzeiten ist hier eine große Höhle durch Verwitterungs- und Abtragungskräfte eingestürzt. Auch um dieses Felsmassiv rankt sich eine Sage. Hier sollen zwei Riesen gehaust und mit Raub und Mord gewütet haben. Irgendwann gab es Streitigkeiten und einer der Riesen wollte die Burg verlassen. Doch der Eine verrammelt die Burg mit Stein und Fels. Aber der entwichene Riese wollte wieder hinauf steigen und in die Burg hinein, da traf ihn ein gewaltiger Stein, er fiel und um Fallen riss er mit der Faust die Felsen auf und so entstand die Riesenburg.

Über steile Treppenstufen ging es hinunter zur Wiesent. Dor auf der Wiese gab es für die Querbeetler eine Überraschung. Christa erwartete uns dort auf einer Wiese mit einem reich gedeckten Tisch an schamckhaften Köstlichkeiten. Mit den Speisen und Getränken srärkten wir uns für den Weiterweg. Der "Querbeet Chor" dankte Christa mit dem Lied -"der Christa nun ein Trullala Trullala Trullalal........"

Nach der Stärkung zogen wir flussaufwärts an der Wiesent entlang nach Doos. Hier kamen wir an die Aufseß und durch das gleichnamige Tal erreichten wir die Kuchen-mühle.  Das Verlangen nach einem Kaffee war doch groß und so machten wir in dem dortigen Biergarten eine kleine Pause. Der Weiterweg führte uns stetig hinauf nach Albertshof.

Über Fahrwege und Waldwege erreichten wir bald wieder unseren Ausgangspunkt - "die stille Wiese in Muggendorf".

Die Querbeetler hatten wieder mal einen tollen Tag mit einer reizvollen und intere-ssanten Wanderung und schönen Erlebnissen.

 

Streckenlänge ca. 16 km, Aufstiege gesamt ca. 500 m

Organisation und Bericht: Udo Helms 

 

Anläßlich der Jubiläumswanderung gibt es zwei Bildberichte von Reiner und von Ludger

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