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Grenzenlos wandern
bei Neustadt b. Coburg
 
Wieder mal lud Stefan uns in seine Heimat zum Wandern und zu einem Grillabend mit Neustädter Bratwürsten. Die Wanderung führte uns in Richtung Thüringer Wald, in das ehemalige innerdeutsche Grenzgebiet. Fast 28 Km durchstreiften wir ein Stück des einmal bestgesichertsten Grenzgebietes in Europa. Im direkten Grenzbereich mussten wir auf den Wegen bleiben und Julia angeleint, da nicht auszuschließen ist, dass noch Minen herumliegen. Der ehemalige Todesstreifen ist inzwischen ziemlich verwachsen und fällt kaum mehr auf. Die Kolonnenwege, die Militärwege der Grenzer, dienen heute als Wanderwege und zeigen noch den damaligen Grenzverlauf. Es ging heftig bergauf und bergab - wir waren ja in den Ausläufern des Thüringer Waldes. Viele Dörfer auf der Ostseite der Grenze wurden platt gemacht, an einem kamen wir vorbei. Auf dem Aussichtspunkt Generalsblick konnten wir, wie früher die DDR-Grenzposten nach Süden in Richtung Neustadt in den “Westen” schauen. Die Sicht reichte bis zum Staffelberg und auch Kloster Banz war zu erkennen.
Zum Abschluss der Tour gab es bei den Eltern von Stefan als “Belohnung” für unsere Ausdauer über Kiefernzapfen ("Kühla") gegrillte Neustädter Bratwürste - sie schmeckten ausgezeichnet wie auch schon beim letzten mal. Sie schmecken noch besser als die Coburger (sagt man). Fast jeder aß mehr als er sich vorgenommen hatte.
Dank an Stefans Eltern für ihre Mühe und für diesen Abend. So gestärkt ging es mit direkter Zugverbindung wieder nach Erlangen.
Tourdaten: 18. Sept. 2010 28 Km und ca. 700 Hm 19 Teilnehmer plus Julia
Organisation: Stefan L. Bilder Bericht: Reiner
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