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Nachtwächtertour

Mit dem Fahrrad nach Prichsenstadt

am 6. und 7. Oktober 2012

Radtour nach Prichstadt

Treffpunkt für die Querbeetler war diesmal das Sportheim in Großenssebach.  15 Querbeetler schwangen sich gegen 9:00 Uhr auf die Räder (5 Personen fuhren mit dem Auto) in Richtung Prichsenstadt. Die Fahrt führte uns am Rande des Aischgundes vorbei nach Uehlfeld über Vestenbergsgreuth und weiter nach Oberscheinfeld, ein Ort mittendrin im Steigerwald. Dieser Ort besteht schon lange. Schon vor dem 30jährigen Krieg war der Ort ein bedeutender Marktflecken. Wie überall in dieser Gegend wirkten und schafften die "von Schönborns". Weiter ging die Fahrt im Auf und Ab durch den Saalwald bis nach Greuth. Der Weinort Abtswind war das nächste Ziel. In einem einfachen Gasthaus (zum Steigerwald) machten wir unsere verdiente Mittagspause. Abtswind ist ein ruhiges, schmuckes Dörfchen, am Fuße des Friedrichsberges gelegen. Früh tauchte der Name in der Geschichte auf - im Jahre 783. Germanen, Kelten konnten sich ebensowenig halten wie die Slawen. Herren in dem Gebiet waren die Franken. Abtswind muss früher schon sehr begehrt sein. Es residierten dort die Grafen von Castell, das Kloster Ebrach und die Freiherren Fuchs von Dornheim.

Auch die nächste Ortschaft - Wiesentheid, ist ein alter Ort, bereits 918 erwähnt, mit einigen sehenswerten Barockhäusern. Weiter ging die Fahrt eben dahin und bald tauchten die Dächer des mittelalterlichen Ortes Prichsenstadt auf. Nach Verteilung der Zimmer und Stärkung in einem Cafe mit Kaffee und Kuchen wartete um 17:00 Uhr der Nachtwächter Willi Eich auf uns. Mit ihm tauchten wir ein in die Vergangenheit des mittelalterlichen Prichsenstadt. Von dem Nachtwächter erfuhren wir allerlei Amüsantes und Wissenswertes über die Stadt mit den Mauern, Toren und Türmen. Wir bekamen interessante Einblicke in zahlreiche Bauwerke, wie der mächtige Freihof und das Rathaus mit der reich verzierten Fassade. Wir entdeckten nicht nur das "Arme Sünder Gässchen" sondern auch viele malerische Winkel. Einmalig ist wohl auch in der Geschichte ein Gebäude, welches eine Badstube und gleichzeitig ein jüdisches Bad enthalten hatte.

Den Abend ließen wir gemeinsam im Gasthof Adler ausklingen. Hier wurden wir mit schmackhaften Speisen und feinen Getränken verwöhnt.

Der vorausgesagte Regen kam am Abend und in der Nacht. Am nächsten Morgen beschlossen wir noch etwas mit der Abfahrt zu warten, aber gegen 10:30 fuhren wir los. Vor der Abfahrt wünschte die Wirtin, dass wir uns mit geschlossenen Augen in einem Kreis aufstellen sollten. Was geschah nun ? Mit einem "Kopfquirl", ähnlich aussehend wie ein Schneebesen, wurde unsere Kopfhaut wohnlich massiert. Nicht für alle ein Genuss. Nun aber auf die Räder und regendicht verpackt fuhren wir los. Es regnete nicht mehr viel. Die Luft war frisch und rein und einige Querbeetler meinten sogar, es ist wunderschön bei Regen durch die frische Landschaft zu radeln.

Für die Rückfahrt wurde eine andere Strecke gewählt. Am Rande des Schönbornscher-Obersambacher Waldes fuhren wir nach Abtswind. Nun kam eine etwas längere Steigung, mit einem Höhenunterschied von fast 200 m schlängelte sich die Straße hinauf nach Rehweiler. Die weitere Strecke führte uns über die Höhen des Steigerwaldes hinunter in das Rimbachtal. Die Sonne begleitete nun doch noch unseren Weg. Einmal in Fahrt rauschten wir an unserem Mittagsziel in Orberrimbach, dem Gasthaus "Steigerwaldhaus", vorbei. Ein platter Reifen stoppte dann unsere Fahrt, genau rechtzeitig, um dann doch noch das Gasthaus wieder zu erreichen.

Nach der ausgiebigen Stärkung fuhren wir durch das romantischer Winterbachtal nach Lonnerstadt. Von hier auf dem Aischtalradweg zum Cafe Aischblick, wo wir die gewünschte Kaffepause einlegten. Dann war es nur noch ein Katzensprung bis nach Großenssebach.

An dieser Stelle sei Christa ganz herzlich gedankt, die für uns die Gasthäuser auf unser Kommen vorbereitet hat. Auch fungierte Christa als Abholdienst, indem sie Annegrets Rad in den Kofferraum bugsierte (der Reifen war schon wieder platt) und mit ihr im Auto die Tour beendete.

Tourdaten: ca. 130 Km und 500 Hm

Organisation/ Bericht: Udo    Fotos: Reiner