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Pilgerwanderung Nürnberg Ulm

6. + 7. Etappe Nördlingen über Neresheim nach Giengen

PilgernNeresheim

Auch dieses Jahr wanderten wir zu Ostern weiter auf dem Pilgerweg von Nürnberg nach Ulm.

28 Querbeetler machten sich bei nicht allzu guter Wettervorhersage auf die 2-tägige Tour von Nördlingen über Neresheim nach Giengen. Mit dem Zug ging es früh am Morgen über Nürnberg und Donauwörth nach Nördlingen. Dort war das Ziel die St. Georgskirche mit ihrem markanten Turm dem Daniel.  Hier endete letzte Jahr unsere Wanderung und hier war auch unser Start für den diesjährigen Abschnitt.

Außerhalb von Nördlingen ging es zunächst entlang des Hanges des Stoffelberges. Es folgten ein Waldstück und offenes Gelände, und wir kamen zum Albuck-Denkmal, das an die Schlacht von Nördlingen erinnert, bei der im Dreißigjährigen Krieg sehr viele Menschen das Leben verloren. Bei Hürnheim stoßen wir dann auf die noch immer imposant auf einem Vorsprung liegende Burgruine Niederhaus. Im Angesicht dieser imposanten Ruine machten wir unsere Mittagsrast. Durch die Ruine ging es weiter bergab nach Christgarten, wo wir die Reste eines Karthäuserklosters antrafen, deren Mönchschor heute als evangelisches Gotteshaus dient. Meist leicht bergan steigend liefen wir nun durch Wald bis zur Wallfahrtskapelle Maria Buch, die mitten im Wald zu finden ist. Auch dahinter geht es noch bergauf, und es eröffneten sich schöne Blicke zurück ins Ries. Bald waren wir in Neresheim mit dem Kloster Neresheim und seiner mächtigen Barockkirche. Dort im Klosterhospiz waren für uns Betten reserviert. In der Klostergaststätte stärkten wir uns beim  Abendessen, denn unterwegs war es keine Einkehr vorgesehen sondern nur Rucksackverpflegung.  Im Klosterkeller konnten wir bei Selbstbedienung noch bei einem Schoppen Wein oder einem Bier zusammensitzen. Das Frühstücksbuffet war besonders reichhaltig und gut. Bevor wir weiterpilgerten schauten wir uns noch die prächtige und eindrucksvolle Abteikirche an, die als geistliches und architektonisches Zentrum der  Klosteranlage gilt,  eine herausragende Sehenswürdigkeit in  Baden-Württemberg und Denkmal nationaler Bedeutung und Kulturgut  von europäischem Rang. Die große Kirche wirkt durch ihre helle Gestaltung angenehm leicht und offen. Beim Abmarsch nieselte es etwas. Der Regen hielt jedoch nicht lange an so dass wir keinen Regenschutz benötigten. Hin und wieder versuchte die Sonne sich durch die Wolken zu arbeiten.

In Neresheim überschritten wir den Egaubach und wanderten auf eine moderate Höhe hinaus, von der wir einen schönen Blick zurück auf den Ort und den optisch beherrschenden Kirchenbau hatten. Die Jakobsmuschel geleitete uns entlang von Waldrändern zunächst nach Auernheim. Östlich davon hatten wir von einem weiten Wiesengelände aus noch einen letzten Blick zurück auf Neresheim, dann ging es über Forstwege durch den Wald nach Süden. Von einer Anhöhe aus erblickten wir Fleinheim.

Auf einem Fußweg ging es aus Fleinheim hinaus und, bei schönen Blicken zurück, auf eine Anhöhe mit Kreuzbuche hinauf. Weiter geradeaus nach Süden wanderten wir durch den Wald nach Staufen. Dort kehrten wir etwas verspätet im Gasthaus Schlössle ein. Unsere Querbeetdurchquerung des Waldes benötigte etwas mehr Zeit als geplant. Unser Essen hatten wir vorbestellt, so dass wir flott  bedient wurden. Der Service und das Essen waren gut und die portionrn reichlich Wir nahmen den Gastraum voll ein und unsere Rucksäcke hatten ihre Ruhe im Nebenzimmer.  Hinter Staufen ging es wieder auf die Höhe, die sich lichtete und weite Ausblicke eröffnete. Fast baumlos ging es für einige Zeit auf der Anhöhe weiter. Das Fehlen von Bäumen in dieser sonnenreichen Gegend trug dem kleinen Höhenzug auch den Beinamen „Hölle“ ein, als welche sich die Höhe aber nur bei heißestem Wetter herausstellt.  Diese Problem hatten wir nicht. Aber der wolkenreiche Tag gab der Sonne am Ende doch noch die Chance, so daß wir bei Sonnenschein noch durch bärige Stadt Giengen bummeln konnten und sogar noch Lust auf ein Eis bekamen. Die Temperaturen hielten sich im bereich des Akzeptablen - aber beim warten auf dem Bahnhof spürte man die eingeflossenen Kaltluft.

Alle Querbeetler waren von Wegen und Pfaden dieser Wanderung begeistert, kaum Asphalt und harte Forstwege sondern fast nur schmale Wege, Naturpfade prägten diese 2 Tage. Die Wegebeschaffenheit , die Landschaft mit vielen Wacholderheiden und  herrlichen Ausblicke und Höhepunkte machten diese Etappen zu den  schönsten Abschnitt unserer bisherigen Pilgeretappen.

Über Mit dem IRE fuhren wir nach Ulm (unserem nächstjährigen Ziel) und dann weiter  nach Augsburg. Von dort ging es mit dem ICE  direkt nach Erlangen.

Tourdaten:  

6. und 7. April 2012

ca. 53 Km und 500 Hm

Organisation/ Bilder und Bericht: Reiner