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Querbeet im Erlanger Bierberg

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Kühl und regnerisch war es am 12. September 2012. Gerade richtig für 23 Querbeetler sich in den Bierberg hineinzuwagen.

Friedrich Engelhardt empfing uns in seiner schon bekannten Art: theatralisch, etwas sinnlich aber doch auch spaßig. Nach einer Einweisung gingen wir zunächst in den Entlaskeller. Hier wurde alles aufbewahrt was die Gastromonie so braucht wie Lebensmittel aller Art, Getränke, selbst hergestellter Käse, auf den Engelhardt sehr stolz ist (Engelhardt ist MItglied im Allgäuer Alpsennverein). Es gab einiges zu entdecken im Erlanger Bierberg. Insgesamt sind die Kellergänge 21 km lang. Auch fachkundigem Mund erfuhren wir, dass das Bier ein "sauberes Getränk" sei. Wir erfuhren, dass die Brauer sich gegenseitig den Berg abgegraben haben. Kreuz und quer. Wer da die größten Keller hatte war natürlich im Vorteil.

 

Engelhardt hat bisher 28 Keller saniert und stolz ist er darauf, dass er dabei die Keller auf seine Größe eingestellt hat. Bei der Sanierung entdeckt er einen Stein mit einer Inschrift:

"Dies ist der erste Felsenkeller in diesen Berg welchen Heinrich Windisch Mälser und Biersider vor dem obern Thor hat hauen lassen den IV November 1686"

Über die Forchheimer hat er geschimpft. Sie haben doch keine Ahnung von Physik. Deshalb wurde früher auch ihr Bier immer sauer. Aber der Erlanger Bierberg wurde gut durchlüftet und es wurde in ganz Deutschland getrunken.

Anschließend führte uns Engelhardt zum Henninger Keller. Durch einen mit Kerzen beleuchteten Gang und berieselt von einer passenden Musik gingen wir in die Tiefe des Berges.

Wir mussten in die tiefste Tiefe des Berges eindringen. Aber "geistlich" so nannte das Engelhardt. Tastend schlichen wir, so geistlich wie wir konnten, durch den stockdunklen Gang. Eine Glocke wies uns zum Licht. Wir standen vor einem BIldnis, eine kleine Figur des Erlanger Künstlers Heinrich Kirchner. Diese Figur steht nicht einfach so im Keller rum, sondern an einer Stelle an der sich drei Parallelgänge mit drei weiteren Kreuzen und ein Zentrum bilden.

Engelhardt führte uns anschließend in den "Singsaal". Hier mussten wir mit voller Inbrunst von A nach O singen und anschließend plötzlich stille sein. Bedächtig lauschten wir eine ganze Weile den nachhallenden Tönen bis sie verklungen waren.

Bald verließen wir die 80 C kühlen Kellergänge ans Licht mit der Eingangsmusik und außerhalb erfuhren wir näheres über den Lebensspruch von Engelhardts Mutter. Während den Ausführungen zu dem Spruch mussten wir einen Kreis bilden, uns die Hände reichen, damit, so Engelhardt .....".und ich möchte gern alle Hände spüren. Wie herrlich ist es eine warme Hand in der Hand zu haben".

Anschließend so Engelhardt: jetzt sind die Klöße gerollt und gekocht. Auf geht’s, bitte haut drauf. Ein verkochtes Kloß…- schade wär’s! In einem Raum waren die Gasstrahler in Betrieb, es war warm und wir konnten gemütlich den Nachmittag bei Bier und dem verspeisen der Klöß u.a. ausklingen lassen.

Organisation/Bericht: Udo Helms   Bilder: Reiner