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Der Abenteuerpfad

Wanderung vom 7. bis 17. Juni 2013

 

Sehr früh am Morgen, bereits um 4:44 Uhr, fuhren 10 Querbeetler mit dem Zug von Erlangen nach Perl an der Mosel. Wir wanderten quer durch den Hunsrück. Von Perl nach Mettlach und weiter über Weiskirchen, Hermeskeil, Morbach bis in die Edelsteinstadt Idar-Oberstein.

Von Perl aus wanderten wir zunächst hinauf auf die Moselhöhen. Von hier durchquerten wir auf schmalen Pfaden urige Wälder. Auf dieser ersten Etappe kamen wir auch zur römischen Villa Borg. Sie wurde in liebevoller Arbeit auf Basis von Ausgrabungen rekonstruiert; mit Nebengebäuden wie Taverne und Baderäume.

Die zweite Etappe war ebenfalls geprägt von Pfaden, malerischen Weihern und murmelnde Bäche. Die verschlungenen Pfade führten uns zur Cloef mit Blick auf die bekannte Saarschleife. Mettlach an der Saar war das Ziel. bekannt durch die Firma Villeroy und Boch.

Das Schloss Ziegelberg mit einem kleinen Park berührten wir auf unserer dritten Etappe. Viele exotische Bäume konnten wir bestaunen. Später erwartete uns ein enges, wildromantisches Tal – das Saarhölzbachtal, welches wir über schmale Pfade durchwanderten. Wir kamen an vielen alten Grenzsteinen vorbei, die an die Zeit erinnern, als das Saarland nicht zu Deutschland gehörte.

Tolle Ausblicke hatten wir auf der vierten Etappe. Am Losheimer See vorbei, dem größten See im Saarland, erwarteten uns faszinierende und abenteuerliche Felspassagen. An der Grenze zwischen Saarland und Rheinland Pfalz erreichten wir das Etappenziel Weiskirchen.

Die fünfte Etappe brachte uns von Weiskirchen hoch in den Hunsrück hinauf. Durch wilde Bachtäler kamen wir zur Burg Grimburg. Bald war auch Hermeskeil erreicht. Hermeskeil, das Herzstück des Hochwaldes, mit den leicht geschwungenen Hügelketten und herausragenden Höhenzügen wird gerne Stadt im Grünen genannt.

Einige Auf- und Abstiege enthielt die sechste Etappe. Über Treppen erreichten wir die Talsperre Nonnweiler. Steil hinauf kamen wir zu einem keltischen Ringwall. Diese Anlage ist eine der größten keltischen Befestigungsanlage in Mitteleuropa.

Zunächst wanderten wir auf der siebten Etappe hinauf zum 816 m hohen Erbeskopf. Der Weg führte uns abwechslungsreich durch die Landschaft und zu einem einsamen Hochmoor. Es begegnete uns immer wieder die eindrucksvollen Überbleibsel der Hunsrückquerbahn.

Heute, auf der achten Etappe, war der Wanderweg geprägt mit einigen An- und Abstiegen. Nach Überquerung eines Hochmoores auf einer Steganlage erreichten wir den Höhenrücken des Idarwaldes. Wir hatten einen tollen Blick auf die Steinbachtalsperre und die Wildenburg. Auf dieser Etappe war Querbeet die ersten Wanderer, die den neuen Traumschleifenweg "Zwischen den Wäldern" begangen haben. Er wurde erst am nächsten Tag offizell freigegeben.

Einen tollen Höhepunkt erlebten wir auf der neunten Etappe. Das war eine 3 km lange Strecke von der Wildenburg bis zur Mörschieder Burr. Die Wanderung verlief auf schönen Pfaden, wir kamen an uralten Bäumen und bizarre Felsformationen vorbei. Ein Höhepunkt der Wanderung war die historische Weiherschleife kurz vor Idar-Oberstein. Seit dem 15. Jahrhundert wurden die heimischen Edelsteinvorkommen in sogenannten Schleifmühlen, wie die Weiherschleife, verarbeitet. Sie ist die letzte mit Wasserrad angetriebene Achatschleifmühle am Idarbach.

Der neunte Tag war nun kein Wandertag mehr. Wir erfuhren interessantes und Wissenswertes durch eine kompetente Stadtführerin über die Edelsteinstadt Idar-Oberstein. Sehr eindrucksvoll war der Besuch der Felsenkirche, die hoch über der Stadt thront. Der Nachmittag stand den Querbeetlern zur freien Verfügung. Einige ließen es sich bei strahlendem Sonnenschein in der Stadt gutgehen, andere begaben sich auf eine Wanderung auf dem "Nahe Felsenweg".

Am zehnten Tag war dann Abreise mit dem Zug nach Erlangen. Die Zeit bis zur Abfahrt des Zuges wurden genutzt durch Besorgungen bzw, Besuch des Deutschen Mineralmuseums. Hier fanden wir alles, was Idar-Oberstein bekannt und berühmt gemacht hat. Die Ausstellung zeigte Nachbildungen historischer Diamanten und eine einmalige Motivsammlung von Mineralien und Edelsteinen auf Briefmarken.

Fazit:

Der Saar-Hunsrück-Steig macht seinen Namen alle Ehre. Er ist wirklich ein ein Steig, d. h. geprägt von schmalen Pfaden. Zu den Unterkünften ist anzumerken, dass sie alle zu empfehlen sind, insbesondere das Angebot an Speisen war sehr umfangreich und auch schmackhaft.

Wir haben in den 9 Wandertagen ca. 200 km zurückgelegt und dabei etwa insgesamt 4400 Höhenmeter erwandert.

Organisation/ Bericht und Bilder: Udo