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Querbeetkultur in Schweinfurt

Das frühsommerliche - um diese Jahreszeit ungewöhnliche - „Wanderwetter“ war eigentlich nicht dazu da, um ins Museum zu gehen. Dennoch machten sich 15 „Querbeetler“ per Bahn auf den Weg nach Schweinfurt um die „Sammlung Gunter Sachs“ in der Kunsthalle zu besuchen und im Anschluss noch die Altstadt zu besichtigen. Und es hat sich wirklich gelohnt. Von der sehr engagierten Frau Wiedorfer ließen wir uns durch die „Gesammelten Werke“ von Gunter Sachs führen. Mit profundem Wissen und einigen netten Anekdoten versuchte sie uns „Moderne Kunst“ zu erläutern und zu vermitteln.Bei manchen „Objekten“ traf doch – für Einige von uns - das bekannte Bonmot zu:

„ Ist das Kunst oder kann das weg?“

Gunter Sachs sammelte Objekte verschiedener Kunstrichtungen und förderte Künstler des vergangenen Jahrhunderts. Manches „Kunstwerk“ entstand aus einem „Happening“ und das eine oder andere „Frivole“ durfte nicht fehlen, genauso wie  „Aufrüttelndes“ – ein Abbild der „Gesellschaft“ und des Zeitgeistes. Und das ist schließlich auch eine „Aufgabe der Kunst“.Sehr beeindruckend und der Höhepunkt der Ausstellung waren die Werke in der ehemaligen Schwimmhalle des „Ernst-Sachs-Bades“. Andy Warhols berühmte Portraits,  Bilder von Roy Lichtenstein, Mel Ramos etc. waren da zu sehen und Mobiliar, wie Sitzmöbel, Spiegel, Türen usw., aus seinem „Tower-Appartement“ in St. Moritz, das von seinen  Künstlerfreunden ausgestattet wurde.

Nach dem guten Mittagessen im „Brauhaus am Markt“ erwartete uns Stadtführerin Birgit Höhl am „Rückert-Denkmal“, um uns Schweinfurt und dessen Altstadt eloquent zu erläutern und zu zeigen. Friedrich Rückert, uns Erlangern nicht unbekannt, ist nämlich in Schweinfurt geboren. Schweinfurt (mehr als 1200 Jahre alt, einst „Freie Reichstadt“), mit heute rund 55000 Einwohnern, wurde im zweiten Weltkrieg zu ca. 80% zerstört. Viel „Altes“ ist daher schwer zu finden. Unsere Führerin hatte dennoch einige Sehenswürdigkeiten „parat“ und konnte verschiedene gelungene Baumaß-nahmen zeigen. Schweinfurt, mit seiner bedeutenden Industrie, wie Kugelfischer/FAG, SKF, Fichtel & Sachs etc., war (ist?) eine wohlhabende Stadt. Der Weg aus der wirtschaftlichen Monostruktur („Kugellagerstadt“) zu einer Gewerbe- und Dienstleistungsstadt ist nach der Strukturkrise in den 1980/90er Jahren gelungen.Viel zu verdanken hat die Stadt ihren Gönnern aus den Familien Sachs und Schäfer, was sich heute auch in den verschiedenen, bemerkenswerten Museen zeigt (da kann Erlangen nicht mithalten). Sogar über 3 (!) Bahnhöfe verfügt Schweinfurt. Die Zeit verging viel zu schnell und nach dem obligatorischen Kaffee ging es von„Schweinfurt-Mitte“ zum „Sonnenuntergang“ nach Erlangen. Ein erneuter Besuch in Schweinfurt (z.B. zur „Spitzweg-Ausstellung“) ist durchaus zu empfehlen – es gibt noch einiges zu sehen.

Bericht/Organisation: Ludger      Bilder: Ludger