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Spreeradweg von Cottbus nach Köpenick (Berlin)

vom 10.-18. Juni 2012

Spreeklein

Mit dem Zug ging es über Leipzig zum Startpunkt unser Radtour nach Cottbus. Dank einiger Zugausfälle der DB hatten wir in Leipzig einige Stunden Aufenthalt, die wir zu einer Stippvisite in die Stadt nutzten um die Hauptsehenswürdigkeiten der Innenstadt besuchen.

Trotzdem der Verspätung hatten wir  am Abend in Cottbus noch genügend Zeit für einen Bummel durch die alten Gassen der Stadt sowie zum kennenlernen der lokalen Küche, geprägt durch Meerrettich und Gurken, aber anderen Köstlichkeiten. Im Cityhotel waren wir zentral und gut untergebracht.  Bevor es am nächsten Tag auf den Spreeradweg ging, stand noch der herrliche Landschaftsgarten Branitz auf dem Programm. Kurz nach Cottbus verließen wir vorübergehend die Spree um zwischen den Peitzer Teichen, der größten bewirtschafteten Teichanlage Europas mit einer zahlreichen Vogelwelt zu fahren. Dominiert wird diese Wasserlandschaft allerdings von den dominierenden Kühltürmen des Kraftwerkes Jänschwalde. Nach einer kurzen Rast in Peitz führte uns der Weg  nach Westen wo wir dann wieder auf die Spree stießen.

Bald war das Biosphärenreservat Spreewald erreicht. Vor Burg grüßte uns der Bismarkturm den wir natürlich ersteigen mußten wegen sonst fehlender Höhenmeter. Burg, das touristisches Zentrums des Spreewalds durchfuhren wir zügig um unsere Unterkunft in Raddusch anzusteuern, dass am westlichen Rand des Spreewaldes liegt und einen wesentlich ruhigeren Charakter hat. Unser  Hotel Garni Raddusch lag direkt an einen Zubringerkanal zum Spreewaldkanalsystem.Erwähnenswert ist auch das Hotelrestaurant das uns an 2 Abenden verwöhnte. Bemerkenswert in Hinblick auf Menge und Qualität ist die Fischplatte für 2 Personen. Am Ankunftstag machten wir noch einen kurzen Ausflug zur nahegelegen Slawenburg, die uns einen Eindruck früherer Zeiten vermittelte. Den folgenden ganzen Tag nutzten wir um mit  Booten des Hotels die Spreelandschaft  auf den Wasserwegen mit eigener Kraft zu erkunden. Ziemlich geschafft kamen wir alle nach teilweise über 20 Kilometern wieder an. Für die meisten war dies eine ungewohnte Herausforderung. Aber alle waren begeistert von dieser herrlichen und ruhigen Naturlandschaft. Am Folgetag ging es weiter mit dem Rad, teilweise über Holzwege,  über Lübben mit seiner sehenswerten Stadtkirche weiter nach Lübbenau. Die dortige größere Pause nutzten wir zum Besuch der Gerhard-Paul-Kirche und des Schlosses. Ein Höhepunkt war auch die Begegnung mit einer älteren Dame in sorbischer Tracht. An vielen Teichen vorbei führte uns, wie fast immer, ein herrlicher Weg nach Schlepzig einem der schönsten und ältesten Gemeinden des Landes Brandenburg. Untergekommen waren wir  im Hotel Muggenburg ebenfalls mit guter Küche. Den Nachmittag nutzten wir kurzfristig mit einer Kahnfahrt durch die Kanäle der Spree. Es war ein ruhige Fahrt mit viel Natur und den dazugehörigen Erklärungen. In der Nacht gab es heftigen Regen, von den wir am Morgen jedoch nur noch wenig abbekamen. Steckerleswald wie bei uns begleitete uns eine Weile und einige sanfte Hügel forderten uns etwas. Kurz vor Trebatsch durften wir mit Genehmigung einen Kirschbaum räubern. Die besten Kirschen der bisherigen Saison!

Ranzig umfuhren (voreingenommen!) wir großzügig ;-)  Mit der Fähre überquerten wir den Leißnitzsee um bald Beeskow unser nächstes Übernachtungsziel zu erreichen. Beeskow ist ein schöner alter Ort mit Stadtmauer und einer restaurierten Burg sowie der gewaltigen und wieder hergestellten Backsteinkirche St. Marien. Unser Hotel Märkisches Gutshaus ist zu empfehlen für seine gute Küche, seinen freundlichen und guten Service... und einigen Katzen.

Durch wunderschöne  Spree-Auen und üppige Natur  führte uns unsere Radtour am nächsten Tag nach Fürstenwalde. Die Stadt wurde  vom Krieg stark gekennzeichnet.  Eindrucksvoll ist  der neu gestaltete Dom der den zerstörten Teil mit integriert. Über einsame Wege und wenig befahrene Nebenstraßen ging es weiter nach Erkner. Unterwegs kehrten wir, nachdem wir von einem Gasthof abgewiesen wurden,  in einen Hofladen, einen richtigen und belebten Bauernhof  ein und wurden dort urig bewirtet.  In Erkner, etwas außerhalb waren wir untergebracht. Deshalb ging es mit dem Rad ins Zentrum zum Restaurant El Gaucha wo wir uns mit Steaks und Spareribs günstig und ausgiebig sättigen konnten.

Die nächste Etappe nach Köpenick war kurz. Bevor wir zum Müggelsee kamen erklommen wir mit unseren Rädern noch den höchsten Berg Berlins. Bei der Abfahrt erwischte uns ein Gewitter und duschte uns heftig. Bald erreichten wir das Ufer des Müggelsees. Gerade in der Nähe eines größeren Imbißstandes kam die 2. Dusche, die wir aber angenehm bei Suppe oder Boulette und einem Bier ausstehen konnten. 

Unsere Bleibe für die letzten 2 Tage war das  Hotel Spreeidyll in Friederichshagen direkt an der Spree, auch eine angenehme Unterkunft mit hilfsbereiten Service. Am 1. Abend wanderten wir zu Fuß nach Köpenick.  Der ganze Ort war in Feststimmung. Wir ließen uns treiben und genossen die Stimmung insbesondere im Kiez,einem alten ursprünglichen Viertel. Ziel war natürlich auch das Rathaus mit dem Hauptmann von Köpenick und das Schloß.  Der Abend endete im Ratskeller. Der nächste Tag war Berlin  vorbehalten - allerdings nicht mit dem Rad sondern mit der S-Bahn. Wir starteten unsere Berlintour mit dem Fernsehturm um einen Überblick zu bekommen. Ein Teil machte sich zu Fuß durch die Mitte, ein anderer Teil zog einen Museumsbesuch auf der Museumsinsel vor. Zusammen machten wir zum Abschluß noch eine Bootstour auf der Spree durch Berlin.

Am Schlußtag meinte das Wetter es besonders gut und warm mit uns, so dass einige Querbeetler die Zeit geruhsam am und im Müggelsee und die anderen auf  einer Bootsfahrt auf dem Müggelsee verbrachten. Mittags stand  die letzte Etappe nach Berlin an, auf dem Fernradweg R 1 ging es direkt ins Zentrum der Hauptstadt natürlich mit einem Abstecher zum Fototermin ans Brandenburger Tor und einer letzten Currywurst. Zum Hauptbahnhof war es nicht mehr weit. Die Bahn brachte uns und unsere Räder bequem Nonstop von Berlin nach Erlangen. Eine wunderschöne Tour bei angenehmen Wetter ging zu Ende.

Insgesamt waren wir - 12 Querbeetler - ca. 280 Km mit dem Rad, 20-25 Km mit dem Boot im Spreewald und ca. 15 Km zu Fuß in Berlin unterwegs

Organisation/Bericht und Bilder : Reiner