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Das Steinerne Meer

QB-Bergwanderung vom 4.-8. September 2012

 

Steinernes Meer web

 

Der Wetterbericht war nicht optimal. Bei Abfahrt herrlichster Sonnenschein in Erlangen, aber vom Süden kam uns schon das dauerhafte Genuatief entgegen dass nach Norden drückte. Nach München im Voralpengebiet herrschte dicke Nebelsuppe die die Berge einhüllte. Je näher wir uns aber unserem Ziel Berchtesgaden kamen umso mehr besserte sich je doch die Sicht. Sogar der Watzmann spitzte schon mal hervor.

Von der Wimbachbrücke, wo wir unsere Autos abstellten, ging es gleichmäßig und stetig in der Urlandschaft Wimbachgries  hinauf. Im Wimbachschloß gab es die erste Rast um dann weiter  im Gries anzusteigen. Nach ca. 4 Stunden und 700 Höhenmeter erreichten wir die Wimbachgrieshütte auf 1327m Seehöhe. Die Sonne und auch die Blaueisspitze lugten immer wieder durch.  Die Temperaturen waren angenehm, so dass wir sogar noch vor Hütte die Bergstimmung genießen konnten.

Am nächsten Morgen ging es am frühen Morgen bei Sonnenaufgang weiter hoch entlang des Grieses. Nebelschwaden, Sonne erzeugten eine mystische Stimmung.  Zum Trischübel wurde es erheblich steiler bis dann der heftige Anstieg zum Hundstodgatterl  uns forderte. Das Wetter klarte auf und gab den Blick auf die herrliche Berchtesgadener Bergwelt frei. Murmeltiere und Gemsen sowie farbige Blumenflecken waren eine Abwechslung. Vom Hundstodgatterl  führte der Weg - soweit er erkennbar - über Felsblöcke steil abwärts. Bald konnten wir auf der Höhe die Ingolstädter Hütte in der Ferne erkennen – unserem Tagesziel. In gut einer Stunde hatten wir sie dann auch erreicht. Ca. 8 Km 1000 m auf und 200 m ab waren wir unterwegs. Wir kamen gerade rechtzeitig an bevor es zuzog. Die von einigen geplante Besteigung des Hundstods war allerdings nicht mehr möglich.

In der Nacht regnete es heftig und ferne Gewitter waren zu hören. Leider regnete es morgens  beim Abmarsch noch, aber nicht mehr so stark. Die Sicht war jedoch gut und das war wichtig denn es war unsere Hauptetappe durch das Steinerne Meer. Vorsichtiges Gehen war in jeden Fall angesagt. Das Steinerne Meer machte seinen Namen alle Ehre. Ein Felsenmeer, mit nichts als Steinen, riesigen Felsplatten, unzähligen Versteinerungen von Meerestieren. Das Steinerne Meer war tatsächlich auch mal ein richtiges Meer. Im Laufe des Vormittags  ließ der Regen nach und die Sonne mit ihren wärmenden Strahlen schaffte es immer öfters durch die Wolken. Mittags erreichten das Riemannhaus herrlich gelegen am Steilabhang nach Maria Alm. Ein Teller Suppe tat gut und auch eine kurze Rast am warmen Kachelofen in der Stube. So gestärkt und erholt machten wir uns auf den 2. Teil unserer Tagesetappe. Der Weg war nun etwas bequemer, denn er ist auch ein Pilgerweg  (Almer Wallfahrt von Maria Alm bis nach St. Bartholomä). Wir genossen die herrlichen Stimmungen und Anblicke im Steinernen Meer – Wolken und Sonne schufen immer wieder neue Bilder. Gegen Ende der Etappe ging es schnell abwärts und bald hatten wir die Waldgrenze wieder erreicht. Die Nebel  hingen noch in der Tiefe, aber je weiter wir abstiegen umso mehr setzte sich auch dort die Sonne durch. Bald war der kälteste Ort Deutschlands erreicht, der Funtensee mit dem bekannten Kärlinger Haus. 6 Stunden Gehzeit, knapp 10 Km und425m auf und 850m ab waren unser Tagespensum. Das Kärlinger Haus ist groß und es war voll belegt  aber trotzdem war es ein angenehmer Aufenthalt. Freundlicher Service, eine angenehme Stube, ein gutes Bettenlager und ein günstiges und umfangreiches Frühstück trugen dazu bei. Abends zeigten sich die Berge noch in ihrer vollsten Pracht bei den letzten Sonnenstrahlen. Die Nacht war kalt, am See hatte es minus 2 Grad, die Wiesen und Tische waren mit Raureif bedeckt und die Fahne war steif gefroren. Aber es sollte auch diesmal wieder ein herrlicher und warmerTag Funtensee web1werden.

Im Hintergrund den nebligen Funtensee, starteten wir unsere 4. Etappe. 4 Stunden Gehzeit waren angesagt, gebraucht haben wir jedoch 8 Stunden, so vieles gab es am Wegesrand und darüber hinaus zu sehen. Zwei herrliche Seen luden zum ausgiebigen Rasten ein und auch der Blick vom Halsköpfl auf den Königssee und die umliegenden Berge war beeindruckend. Der Abstieg zur Wasseralm erforderte viel Aufmerksamkeit. Die Wasseralm selbst ist einfach und urig. Die Waschstelle ist ein kleines Rinnsal aus einem Holzbrunnen, der Wellnessbereich ist ein nahe gelegener Bach. Die Toiletten sind zwei freistehende Holzhäuschen mit Herzchen. Einige von uns hatten leichte Geruchsirritationen… Aber alles in allem hat es uns dort gut gefallen. Es gab ein Einheitsessen für alle – einen ausgezeichneten selbstgemachten Gemüsetopf mit oder ohne Würstchen. Zum Frühstück konnte man auch ein großes Müsli mit frisch geschnittenem frischem Obst bekommen.  Kurz vorm Schlafengehen bewunderten wir die Milchstraße, die wir bei uns nicht mehr kennen. Leider machte der Mond diesen Anblick bald zunichte. 750 m ging es ab und 450 m auf. Ca. 8 Km waren wir unterwegs.

Am nächsten Morgen starteten wir wieder früh und über den Landtalsteig ging es teilweise steil, aber gut gesichert hinunter zum Obersee, der sich am Anfang noch im Nebel versteckte. Im Blick hatten wir auch öfters Deutschland höchsten Wasserfall den Röthbachwasserfall mit über 500 m Tiefe. Vorm Obersee bot sich Fischunkelalm zur Rast an. Buttermilch ist dort das Getränk, welches nicht nur den Querbeetlern schmeckte, sondern auch chinesischen Touristen. Sie kamen von der anderen Seite mit dem Boot und die Alm war ihr Ziel. Am herrlich gelegenen Obersee mit seinen pittoresken Spiegelungen vorbei hatten wir bald die Anlegestelle Saletalm am Königsee erreicht. Die Königseeschifffahrt schipperte uns bei herrlichstem Wetter zurück zum Ort Königsee, vorbei an St.Bartolomä und all den Bergen drum herum. Die Tagesetappe war 3 Stunden Gehzeit ca. 9 Km und ca. 900m Abstieg.

 

Dem touristischen Treiben in  Berchtesgaden/Königsee entflohen wir schnell um in Schneizelreuth im schönen Biergarten beim Postwirt bei einem guten Essen unsere Bergtour würdig abzuschließen. Alles hat gepasst – eine runde Tour. Alle waren zufrieden. Als besonderes Bonbon gab es noch eine absolute staufreie Heimfahrt nach Erlangen.

12 Querbeetler waren dabei. Insgesamt waren wir ca. 35  Km unterwegs.

Organisation, Bericht und Bilder: Reiner