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Blumenspaziergang Rotes Waldvögelein am  13.6.18

 

Am Mittwoch, dem 13. Juni trafen sich 12 Querbeetler am Wanderplatz bei Haßlach zu einem botanischen Spaziergang über die Hohe Leite. Pünktlich zum Beginn der Wanderung hatte der Regen aufgehört und bei angenehmen Temperaturen und gutem Fotolicht konnte es losgehen. Nach etwa hundert Metern auf der Straße nach Steifling führte der Weg auf einem schmalen Pfad in den Wald. Hier begegneten wir dem Türkenbund, der an einigen Stellen noch schön in Blüte stand und wenig später den ersten Exemplaren des Roten Waldvögleins. Das Rote Waldvöglein darf neben dem Frauenschuh sicher zu einer der attraktivsten Orchidee gerechnet werden und kommt an der Hohen Leite so zahlreich vor, wie sonst nirgends im Frankenland. An Felsgruppen vorbei, an denen der Scharfe Mauerpfeffer und die Weiße Fetthenne wuchsen, gelangte man schließlich auf die Kammlinie der "Hohen Leite", wo sich selbst bei bedecktem Wetter ein herrlicher Ausblick über die gesamte Fränkische Schweiz bot. Die Wiese bot einen schönen Aspekt in Gelb (Weidenblättriges Ochsenauge) und Weiß (Echter Baldrian) und am Rand blühte die Bärenschote, die wir bei unserem letzten botanischen Spaziergang am Dachsberg nur knospend gesehen haben.

Bei einem kurzem Abstieg führte uns der Weg zu einer kleinen Felsengruppe, an der wir eine weitere Besonderheit der fränkischen Felsflora fanden: Die Felsen-Schaumkresse, ein unscheinbarer weißblühender Kreuzblütler, der hier und an ähnlichen Stellen die Eiszeit überlebt hat (und deshalb als seltenes Glazialrelikt gilt). Der Weg schlängelte sich dann hoch zu einem weiteren Aussichtspunkt. Hier fanden wir die eindrucksvolle Skabiosen-Flockenblume. Von dort ging es den Wiesenhang hinab, der übersät war von der Mücken-Händelwurz, viele davon noch in schönem Blühzustand. Beim Abstieg stießen wir noch auf den Schachbrett-Falter und die wunderschöne Raupe des Wolfsmilchschwärmers. Bevor uns der Weg auf die Forststraße führte, die uns dann wieder nach Haßlach zurückbrachte, kamen wir noch an der beeindruckenden Pfirsichblättrigen Glockenblume vorbei. Am Forstweg wurden wir von der Braunroten Ständelwurz und dem Großen Zweiblatt (zwei weitere Orchideenarten) begleitet. Beeindruckend war aber vor allem der Aspekt des Roten Waldvögleins, das in üppigen Beständen aus dem lichten Hangwald hervorleuchtete. Der optische Genuss wurde ergänzt durch den kulinarischen Genuss, den die vielen vollreifen Walderdbeeren am Wegesrand boten. Mit einem Mittagsessen bei Behringers in Gössweinstein klang der botanische Spaziergang aus.

Organisation/Bericht und Bilder : Moni und Rudi

 

01 Türkenbund

01 Türkenbund

02 Rotes Waldvöglein

02 Rotes Waldvöglein

03 Felsen Schaumkresse

03 Felsen Schaumkresse

04 Rotes Waldvöglein

04 Rotes Waldvöglein

05 Weiße Fetthenne

05 Weiße Fetthenne

06

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08 Mücken-Händelwurz

08 Mücken-Händelwurz

09 Mücken-Händelwurz

09 Mücken-Händelwurz

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11

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12

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13 Skabiosen Flockenblume

13 Skabiosen Flockenblume

14 Schachbrett Falter

14 Schachbrett Falter

15 Raupe des Wolfsmilchschwärmers

15 Raupe des Wolfsmilchschwärmers

16 Braunrote Ständelwurz

16 Braunrote Ständelwurz

17 Braunrote Ständelwurz

17 Braunrote Ständelwurz

18  schön war's

18  schön war's

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